Adams, Douglas Noël, britischer Schriftsteller, * 11. März 1952 in Cambridge (UK), † 11. Mai 2001 in Santa Barbara (Kalifornien). Die Werke von Douglas Adams zeichnen sich durch eine einzigartige Mischung aus Satire und Science-Fiction-Versatzstücken aus. Viele seiner skurillen Schöpfungen haben ein Eigenleben entwickelt, indem sie beispielsweise als Namensgeber dienten. Nur ein Beispiel von vielen ist der 1998 entdeckte Asteroid »Arthurdent«, der nach dem Helden der Romanreihe Per Anhalter durch die Galaxis benannt wurde. Viele von Adams’ hintersinnig-humoristischen Einfällen leben als Zitate in der Popkultur fort, insbesondere die berühmteste aller Antworten — »42« — auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.

Leben

Adams studierte in Cambridge englische Literatur und versuchte sich nach seinem Abschluss (1974) mit mäßigem Erfolg als Autor für Radio- und Fernsehshows. 1977 unterzeichnete er einen Vertrag über eine Science-Fiction-Serie im Radio, die zu einem durchschlagenden Erfolg werden sollte. Die Sendung wurde erstmals 1978 ausgestrahlt und trug den Titel »Per Anhalter durch die Galaxis«. Die hieraus entstandene Romanreihe gleichen Namens ist das berühmteste Werk von Douglas Adams und besitzt seit langem Kultstatus. Neben seinen Science-Fiction-Parodien schrieb Adams eine Reihe von Sachbüchern und wirkte an der Entwicklung mehrerer Computerspiele mit, in denen Ideen aus seinen Werken verarbeitet wurden. Er bezeichnete sich selbst als »radikalen Atheisten« und war ein großer Anhänger des Evolutionsbiologen Richard Dawkins (u.a. »Das egoistische Gen«, »Gotteswahn«). Gern verwies er auf die zufällige(?) Übereinstimmung seiner Initialen DNA(!) mit der Abkürzung für die Desoxyribonukleinsäure, die Trägerin der Erbinformation, die 1952, also in seinem Geburtsjahr(!!) in seiner Heimatstadt(!!!) Cambridge entdeckt wurde.

Douglas Adams starb unerwartet an einem Herzinfarkt, den er im Fitnessstudio erlitt. Sein letztes Werk, der Roman »Lachs im Zweifel«, blieb unvollendet und wurde posthum als Fragment zusammen mit einer Reihe von Zeitungsartikeln, Interviews und Vorträgen veröffentlicht. Zum Gedenken an den Kultautor begehen seine Fans seit 2001 jedes Jahr am 25. Mai den »Towel Day«, indem sie ein Handtuch mit sich herumtragen. Zu verstehen ist dies als Reminiszenz an das »Trampen im Weltall«, bei dem laut Aussage des Autors ein Handtuch das nützlichste Utensil ist, das man bei dieser Gelegenheit mit sich führen sollte.

Und das Wichtigste: Don’t panic!

Werke (Auswahl)

Romanreihe »The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy«

  • The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy (1979; dt. Per Anhalter durch die Galaxis, 1979)
  • The Restaurant at the End of the Universe (1980; dt. Das Restaurant am Ende des Universums, 1980 )
  • Life, the Universe and Everything (1982; dt. Das Leben, das Universum und der ganze Rest, 1982)
  • So Long, and Thanks for All the Fish (1984; dt. Mach’s gut und danke für den Fisch, 1984)
  • Mostly Harmless (1992; dt. Einmal Rupert und zurück, 1992)

Romane um den Privatdetektiv Dirk Gently

  • Dirk Gently’s Holistic Detective Agency (1988; dt. Der Elektrische Mönch. Dirk Gently’s Holistische Detektei, Originaltitel)
  • The Long, Dark Teatime oh the Soul (1988; dt. Der lange, dunkle Fünfuhrtee der Seele, 1988)
  • The Salmon of Doubt (2002; dt. Lachs im Zweifel, 2003)

Weitere Werke

  • The Meaning of Liff (1983, mit John Lloyd)
  • The Deeper Meaning of Liff (1990, mit John Lloyd; deutsche Version von Sven Böttcher: Der tiefere Sinn des Labenz, 1992)
  • Last Chance to see (1990, mit Mark Carwardine; dt. Die letzten ihrer Art, 1990)

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