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	<title>Website der Habenichtse</title>
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	<description>Fantastische Literatur &#38; Science Fiction</description>
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		<title>Inception</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 21:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Regie: Christopher Nolan
Start: 2010
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Marion Cotillard, Ken Watanabe, Ellen Page, Joseph Gordon-Levitt, Tom Hardy, Dileep Rao, Cillian Murphy</p>
Die Idee
<p>Inception bedeutet so viel Beginn. Nolans Film versucht, sich der Frage zu nähern, wie Träume in unsere Köpfe hineinkommen, wie und wo sie ihren Anfang nehmen. Ist es möglich, auf Träume Einfluss zu nehmen, auf <a href="http://www.habenichtse.de/film/inception/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regie: Christopher Nolan<br />
Start: 2010<br />
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Marion Cotillard, Ken Watanabe, Ellen Page, Joseph Gordon-Levitt, Tom Hardy, Dileep Rao, Cillian Murphy</p>
<h3>Die Idee</h3>
<p>Inception bedeutet so viel Beginn. Nolans Film versucht, sich der Frage zu nähern, wie Träume in unsere Köpfe hineinkommen, wie und wo sie ihren Anfang nehmen. Ist es möglich, auf Träume Einfluss zu nehmen, auf die eigenen oder gar die von anderen? Wenn ja, wäre es dann nicht auch möglich, jemandem einen Traum als Keim in seinem Kopf einzupflanzen, also quasi einen Traum zu erschaffen? Träume sprechen in Bildern, die oftmals Zitate sind. Aber <em>woraus</em> zitieren sie? Manchmal aus der Realität, manchmal aus anderen Träumen. Oder aus den Träumen anderer, dem kollektiven Unbewussten? Nolan geht noch einen Schritt weiter und lässt seine Figuren kollektiv träumen, um eine bestimmte Mission zu erfüllen. Das ist natürlich Science-Fiction.</p>
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<p>Inception ist aber nicht nur ein Film über das Träumen. Wie Träume sprechen auch Filme in Bildern, die oftmals Zitate sind. Manchmal setzt der Regisseur diese Zitate bewusst ein, machmal zitiert er unbewusst, gewissermaßen aus dem kollektiven kulturellen Gedächtnis. Wenn aber alles schon irgendwie da ist, nur ständig neu zusammengesetzt wird, kann es dann so etwas wie Originalität oder einen kreativen Schöpfungsakt überhaupt geben? Wenn ich es richtig sehe, gibt Nolan hierauf eine Antwort, die dem Paradigma der Schwarmintelligenz widerspricht. Abgrenzung statt totale Vernetzung ist demnach die Voraussetzung, damit aus Träumen eigene Gedanken werden und aus diesen &#8212; vielleicht, manchmal  &#8212; etwas ganz Neues entsteht. Oder weniger hart: zumindest sollte man aufpassen, mit wem man seine Träume teilt.</p>
<h3>Die Story</h3>
<p>Dominic Cobb verdient sein Geld als Traumspion. Zusammen mit einem kleinen Team konstruiert er einen kollektiven Traum, an dem auch das Opfer teilnimmt. Im kollektiven Traum kann er geheimste Gedanken aus dem Gehirn des Opfers extrahieren; andere Teammitglieder sind für die richtige Traumkulisse, das rechtzeitige Aufwachen usw. verantwortlich. Man nennt diese Technik »Extraktion« und sie hat sich so sehr zu einer üblichen Variante der Wirtschaftsspionage entwickelt, dass die potenziellen Opfer ebenso routinemäßig Trainingsprogramme absolvieren, in denen sie lernen, sich gegen Angriffe von Traumspionen zu schützen. Natürlich sind die Trainer im Prinzip die gleichen Leute wie die Spione; es kommt nur darauf an, wer den Job bezahlt.</p>
<p>Cobb ist ein sehr guter Traumspion, doch er hat ein Problem. Früher hat er zusammen mit seiner Frau Mal die wunderbarsten Traumwelten erschaffen. Sie war eine Traumarchitektin, wahrscheinlich die Beste. Das gemeinsame, kreative Träumen hat das Paar so zusammengeschmiedet, dass sie eigentlich niemand anderes mehr brauchten. Irgendwann hatte sich Mal so in dieser Welt verloren, dass sie ihren Traum für die Realität und die Realität für einen Traum hielt. Selbst ihre beiden leibhaftigen Kinder hielt sie für »Projektionen« der selben. Als Traumexpertin wusste sie, was sie tun muss, um aus einem Traum aufzuwachen: sterben, zum Beispiel fallen. Keinesfalls möchte sie ohne ihren Mann in die vermeintliche Realität zurückkehren (sterben), weshalb sie ihr Aufwachen (ihren Selbstmord) so organisiert, dass er im Falle einer Weigerung als ihr Mörder erscheinen wird. Cobb ist sich jedoch in seiner Unterscheidung zwischen Traum und Realität so sicher, dass er sich, schon der Kinder wegen, nicht erpressen lässt. Hilflos muss er ansehen, wie sich Mal vor seinen Augen aus dem Hotelfenster stürzt.</p>
<p>Seitdem ist Dom Cobb mehrfach gehandicapt. Er trauert um die Frau, die seine Geliebte, seine Traumgefährtin und die Mutter seiner Kinder war. Er gibt sich die Schuld an ihrem Tod, denn er selbst war es, der sie auf die Idee gebracht hat, Traum und Realität zu spiegeln. Er kann nicht mehr nach Hause zu seinen Kindern, weil er in den USA wegen Mordes an seiner Frau gesucht wird. Er muss sich in seinem Job, also in seinen Träumen, vorsehen, weil dort überall Mal auftaucht, die ihn in ihre Welt ziehen möchte, aus der er nie mehr in die echte zurückkehren könnte. Marion Cotillard spielt ihre Rolle wunderbar; mit großen, feuchten Augen versucht sie wie eine Nixe ihren Geliebten in die Tiefe zu ziehen (nicht des Wassers, sondern der allertiefsten Traumschichten, aus denen niemand mehr auftaucht), und DiCaprio ist genau der Richtige, der solcher Verlockung nur gerade eben so widerstehen kann. Sinnigerweise taucht er denn auch, als Mal ihr Ziel fast erreicht hätte, mit letzter Kraft aus dem Meer wieder auf.</p>
<p>Mal kennt Doms Träume so gut, dass er die für den jeweiligen Einsatz nötige Traumarchitektur nicht mehr selbst entwirft, sondern einem anderen diesen Part überlässt. In dieser Phase tritt der japanische Unternehmer Saito mit einem ganz besonderen Auftrag an ihn heran: er wünscht keinen Traumdiebstahl (Extraktion), sondern eine »Inception«, das Einpflanzen eines Traums in das Gehirn eines Konkurrenten. Der Lohn für diese Arbeit wäre für Cobb die Rettung: Saito hat so viel Einfluss, dass er die Aufhebung der Mordanklage veranlassen kann. Cobb wäre ein freier Mann und könnte nach Hause zu seinen Kindern. Er heuert ein Team an, darunter als talentierten Neuling die angehende Traumarchitektin Ariadne, die die verwinkeltsten Traumlabyrinthe kreiert, dabei aber immer hübsch den Faden in der Hand behält, um wieder herauszufinden.</p>
<p>Robert Fisher, Zielperson der Inception, ist Erbe eines Mega-Unternehmens, und sein Vater liegt im Sterben. Der alte Fisher hat ein Firmen-Imperium aufgebaut, dass durch seine Dominanz den freien Handel bedroht. Das ist schlecht für die Menschheit, vor allem aber für kleinere Unternehmen wie das von Saito. Das beste wäre also, Fisher junior würde das Imperium nach dem Tod seines Vaters auflösen, und genau diese Idee soll Cobbs Team in sein Hirn einpflanzen. Wie sie das tun, ist bizarr wie ein Traum &#8212; denn es gechieht ja in einem Traum. Der Einsatz und damit der Traum findet statt auf einem Langstreckenflug mit Robert Fisher, unmittelbar nach dem Tod des alten Fisher. Logische Brüche, falsche Kulissen, der Eindruck, mitunter im falschen Film zu sein, das alles dürfte der Regisseur beabsichtigt haben. Während der Träumer oft noch die absurdesten Traumbilder hinnimmt und nicht erkennt, dass er nur träumt, wird der Zuschauer durch das Erkennen solcher Unstimmigkeiten in <em>seine</em> Realität zurückgeholt: das da vorn auf der Leinwand ist ja nur ein Film! Dieser Film erzählt genau so wenig eine wahre Geschichte wie jeder andere, er gibt es nur nicht einmal vor. Cineasten werden ihre Freude daran haben, die unzähligen Bilder und Zitate zu erkennen, aus denen Nolan seine Traum/Film-Collage zusammengesetzt hat. Der Versuch, aus den Bildern eine Handlung zu rekonstruieren, wäre dagegen ziemlich unvernünftig &#8212; schließlich verliert irgendwann sogar Ariadne den Faden und stellt die wunderbare Frage: »Moment mal, in wessen Traum sind wir jetzt eigentlich gerade?« Falls Nolan hier ein Witz über seinen eigenen Film gemacht hat, dann war der wirklich gut.</p>
<h3>It was just a dream, but it matters</h3>
<p>Zum Schluss noch die Auflösung, welcher Gedanke während des kollektiven Traums in Robert Fishers Kopf gepflanzt (oder sollte man sagen: freigelegt?) wurde, um seine Haltung zur Firma zu ändern: Robert hatte nie ein nahes Verhältnis zu seinem Vater. Er ist überzeugt davon, dass sein Vater von ihm enttäuscht ist und ihm die Firmenleitung nicht zutraut. (In Wirklichkeit &#8212; im Traum &#8212; ist es ganz anders: enttäuscht ist der Vater nicht, weil Robert nicht so ist wie er, sondern weil er es <em>versucht, </em>anstatt seinen eigenen Traum zu leben.) In einem hilflosen Versuch, in den Stunden des Abschieds so etwas wie Nähe herzustellen, stellt Robert ein Foto am Sterbebett auf, das ihn als kleinen Jungen mit dem Vater zeigt. In der Hand hält der Junge ein selbstgebasteltes Windrad. Enttäuscht sagt Robert (im Traum), der Vater hätte das Bild nicht einmal angesehen. Doch als der Vater seinen letzten Atemzug tut, findet Robert im Tresor neben dem Testament dieses Windrad. Was für ein Bild, im Traum in einem Film über das Träumen.</p>
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		<title>Douglas Adams</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 20:42:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Adams, Douglas Noël,</strong> britischer Schriftsteller, * 11. März 1952 in Cambridge (UK), † 11. Mai 2001 in Santa Barbara (Kalifornien). Biografie <a href="http://www.habenichtse.de/biografie/douglas-adams/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Adams</strong><strong>, Douglas Noël,</strong> britischer Schriftsteller, * 11. März 1952 in Cambridge (UK), † 11. Mai 2001 in Santa Barbara (Kalifornien). Die Werke von Douglas Adams zeichnen sich durch eine einzigartige Mischung aus Satire und Science-Fiction-Versatzstücken aus. Viele seiner skurillen Schöpfungen haben ein Eigenleben entwickelt, indem sie beispielsweise als Namensgeber dienten. Nur ein Beispiel von vielen ist der 1998 entdeckte Asteroid »Arthurdent«, der nach dem Helden der Romanreihe <a href="http://www.habenichtse.de/science-fiction-phantastik-werke/per-anhalter-durch-die-galaxis/" target="_self">Per Anhalter durch die Galaxis</a> benannt wurde. Viele von Adams&#8217; hintersinnig-humoristischen Einfällen leben als Zitate in der Popkultur fort, insbesondere die berühmteste aller Antworten &#8212; »42« &#8212; auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.</p>
<h3>Leben</h3>
<p>Adams studierte in Cambridge englische Literatur und versuchte sich nach seinem Abschluss (1974) mit mäßigem Erfolg als Autor für Radio- und Fernsehshows. 1977 unterzeichnete er einen Vertrag über eine Science-Fiction-Serie im Radio, die zu einem durchschlagenden Erfolg werden sollte. Die Sendung wurde erstmals 1978 ausgestrahlt und trug den Titel »Per Anhalter durch die Galaxis«. Die hieraus entstandene Romanreihe gleichen Namens ist das berühmteste Werk von Douglas Adams und besitzt seit langem Kultstatus. Neben seinen Science-Fiction-Parodien schrieb Adams eine Reihe von Sachbüchern und wirkte an der Entwicklung mehrerer Computerspiele mit, in denen Ideen aus seinen Werken verarbeitet wurden. Er bezeichnete sich selbst als »radikalen Atheisten« und war ein großer Anhänger des Evolutionsbiologen Richard Dawkins (u.a. »Das egoistische Gen«, »Gotteswahn«). Gern verwies er auf die zufällige(?) Übereinstimmung seiner Initialen DNA(!) mit der Abkürzung für die Desoxyribonukleinsäure, die Trägerin der Erbinformation, die 1952, also in seinem Geburtsjahr(!!) in seiner Heimatstadt(!!!) Cambridge entdeckt wurde.</p>
<p>Douglas Adams starb unerwartet an einem Herzinfarkt, den er im Fitnessstudio erlitt. Sein letztes Werk, der Roman »Lachs im Zweifel«, blieb unvollendet und wurde posthum als Fragment zusammen mit einer Reihe von Zeitungsartikeln, Interviews und Vorträgen veröffentlicht. Zum Gedenken an den Kultautor begehen seine Fans seit 2001 jedes Jahr am 25. Mai den »Towel Day«, indem sie ein Handtuch mit sich herumtragen. Zu verstehen ist dies als Reminiszenz an das »Trampen im Weltall«, bei dem laut Aussage des Autors ein Handtuch das nützlichste Utensil ist, das man bei dieser Gelegenheit mit sich führen sollte.</p>
<p>Und das Wichtigste: Don&#8217;t panic!</p>
<h3>Werke (Auswahl)</h3>
<h4>Romanreihe »The Hitchhiker&#8217;s Guide to the Galaxy«</h4>
<ul>
<li>The Hitchhiker&#8217;s Guide to the Galaxy<em> </em>(1979; dt. <a href="http://www.habenichtse.de/science-fiction/per-anhalter-durch-die-galaxis/" target="_self">Per Anhalter durch die Galaxis</a>, 1979)</li>
<li>The Restaurant at the End of the Universe<em> </em>(1980; dt. Das Restaurant am Ende des Universums, 1980 )</li>
<li>Life, the Universe and Everything (1982; dt. Das Leben, das Universum und der ganze Rest, 1982)</li>
<li>So Long, and Thanks for All the Fish (1984; dt. Mach&#8217;s gut und danke für den Fisch, 1984)</li>
<li>Mostly Harmless (1992; dt. Einmal Rupert und zurück, 1992)</li>
</ul>
<h4>Romane um den Privatdetektiv Dirk Gently</h4>
<ul>
<li>Dirk Gently&#8217;s Holistic Detective Agency (1988; dt. Der Elektrische Mönch. Dirk Gently&#8217;s Holistische Detektei, Originaltitel)</li>
<li>The Long, Dark Teatime oh the Soul (1988; dt. Der lange, dunkle Fünfuhrtee der Seele, 1988)</li>
<li>The Salmon of Doubt<em> </em>(2002; dt. Lachs im Zweifel, 2003)</li>
</ul>
<h4>Weitere Werke</h4>
<ul>
<li>The Meaning of Liff (1983, mit John Lloyd)</li>
<li>The Deeper Meaning of Liff (1990, mit John Lloyd; deutsche Version von Sven Böttcher: Der tiefere Sinn des Labenz, 1992)</li>
<li>Last Chance to see (1990, mit Mark Carwardine; dt. Die letzten ihrer Art, 1990)</li>
</ul>
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		<title>Per Anhalter durch die Galaxis</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 19:39:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Parodie]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Douglas Adams</strong> ♦ Am Morgen soll Arthur Dents Haus einer Umgehungsstraße Platz machen, am Abend ist er der einzige Überlebende eines Planeten namens Erde und reist mit seinem außeirdischen Freund Ford Prefect per Anhalter durch die Galaxis. <a href="http://www.habenichtse.de/science-fiction/per-anhalter-durch-die-galaxis/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Roman von <a href="http://www.habenichtse.de/biografie/douglas-adams/" target="_self">Douglas Adams<br />
</a> Originaltitel »The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy«<br />
Erstveröffentlichung 1979, erste deutsche Ausgabe 1981</p>
<p>Ursprünglich schrieb Douglas Adams die schrägen Geschichten um Arthur Dent, Ford Prefect, Zaphod Beeblebrox &amp; Co. als Hörspielserie für die BBC. Wenig später entwickelte er hieraus eine Romanreihe, die den gleichen Titel wie ihr (in diesem Artikel beschriebener) erster Teil trägt. Die Romane erlangten schnell Kultstatus; es entstand eine Fernsehserie, ein Film, ein Musical, eine Bühnenfassung, ein Computerspiel &#8230;</p>
<p>»Per Anhalter durch die Galaxis ist« außerdem der Titel des fiktiven elektronischen Nachschlagwerkes, das der galaktische Anhalter Ford Prefect mit sich führt, während er gleichzeitig für dessen Aktualisierung recherchiert.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p><strong>Der letzte Morgen der Erde</strong></p>
<p>Der Roman beginnt mit einem höchst unwahrscheinlichen Ereignis im Leben von Arthur Dent, einem ganz normaler Engländer. In dessen Vorgarten stehen eines Morgens mehrere Bulldozer, denn Arthurs Haus soll einer Umgehungsstraße Platz machen. Der protestiert natürlich wie unter solchen Umständen zu erwarten, doch hält sich die Geschichte nicht lange mit diesem vergleichsweise harmlosen Vorspiel auf. Rein zufällig ist nämlich für den gleichen Tag die Sprengung der Erde angesetzt, die einer galaktischen Umgehungstraße Platz machen soll. Zwar muss Arthur Dent noch erleben, wie sein Haus von den Bulldozern plattgemacht wird, doch kurze Zeit später ist er der einzige Erdling, der beim Untergang der Erde mit heiler Haut davonkommt.</p>
<p>Zu verdanken hat er dies seinem langjährigen Freund Ford Prefect, der &#8212; wie sich nun herausstellt &#8212; gar nicht aus dem Provinznest Guildford stammt &#8230; sondern von einem kleinen Planeten in der Nähe des Sterns Beteigeuze! Vor ca. 15 Jahren hat es Ford Prefect auf die Erde verschlagen, und dummerweise war er da hängengeblieben. Unerkannt, versteht sich. Als nun der Zerstörungstrupp vor der Erde aufkreuzt, ist Ford Prefect der Einzige, der das Unheil kommen sieht (dank eines kleinen Gerätes, das er im Brustbeutel bei sich trägt: dem Sub-Etha-Sens-O-Matic). Außerdem weiß er, wie man es anstellt, als Anhalter auf fremden Raumschiffen durchs Universum zu kommen.</p>
<p><strong>Vogonen</strong></p>
<p>Das Kommando auf den Zerstörern (sozusagen das galaktische Pendant zu den Bulldozern) haben Vogonen, also Vertreter einer der ungehobeltsten, unangenehmsten und unfreundlichsten Rassen der Galaxis. Selbstverständlich nehmen Vogonen NIE Anhalter mit, aber zum Glück haben sie ein paar freundliche Dentrassis angeheuert, die das Catering besorgen. Und so befindet sich Arthur Dent in Begleitung seines weitgereisten Freundes Ford Prefect an Bord eines vogonischen Raumschiffes, als die Erde zu Staub zerfällt.</p>
<p>Arthur, der am Morgen des gleichen Tages noch ein ganz normaler Bürger Englands war, versteht erst mal nur Bahnhof. Jedenfalls versteht er kein vogonisch. Was das betrifft, weiß Ford Prefect Rat: Er empfiehlt Arthur, sich einen kleinen gelben Fisch &#8212; den Babelfisch &#8212; ins Ohr zu stecken und besorgt dies angesichts Arthurs verständlicher Weigerung gleich selbst. Was die beiden blinden Passagiere aus der Kommandozentrale zu hören bekommen, verspricht neuen Ärger. Ein  sicherer Ort ist ein vogonisches Raumschiff für blinde Passagiere jedenfalls nicht. Die werden im Falle ihrer Entdeckung kurzerhand im Weltraum entsorgt &#8212; wenn sie Glück haben. Wenn sie kein Glück haben, bekommen sie vorher Kostproben vogonischer Dichtkunst zu hören. Arthur und Ford haben (nach so viel Glück!) in diesem Punkt kein Glück, und Ford, der sich auskennt, windet sich bereits vor der Vollstreckung des Urteils angesichts der zu erwartenden Qualen.</p>
<p><strong>Per Anhalter durch die Galaxis</strong></p>
<p>Dass sich Ford mit allem so gut auskennt, verdankt er nicht zuletzt dem Reiseführer <em>Per Anhalter durch die Galaxis</em>, der (neben einem Handtuch) zu den absolut unentbehrlichen Utensilien auf galaktischen Reisen gehört. Als Printprodukt würde dieser Reiseführer mehrere Lagerhallen füllen, was natürlich äußerst unpraktisch und deshalb unüblich ist. Ford Prefects Reiseführer ist ein hübsches kleines E-Book, leider in manchen Punkten nicht ganz aktuell. Beispielsweise ist Arthur Dent ziemlich enttäuscht über den Eintrag zu seinem mittlerweile nicht mehr existierenden Heimatplaneten: <em>harmlos</em> ist das einzige, was das schlaue Buch über die Erde zu vermelden hat. Nicht minder enttäuschend ist die überarbeitete Version des Artikels, die Ford Prefect nach immerhin 15 Jahren Erdaufenthalt vorlegt: <em>größtenteils harmlos</em> heißt es jetzt &#8230;</p>
<p>Ehe Arthur Dent dazu kommt, sich über so viel Ignoranz aufzuregen, sieht er sich schon wieder vor existenzielle Probleme gestellt. Die fiesen Vogonen fackeln nicht lange, bringen ein paar ihrer grässlich dilletantischen Verse zu Gehör und werfen die beiden Gefolterten anschließend durch eine Luke in den Weltraum. Eigentlich das sichere Ende, aber durch einen ganz und gar unwahrscheinlichen Zufall kommt just in diesem Moment an diesem Ort ein ganz besonderes Raumschiff vorbei: die »Herz aus Gold«.</p>
<p><strong>Die »Herz aus Gold« </strong></p>
<p>Die »Herz aus Gold« ist das erste und einzige Raumschiff der Galaxis, das mit einem völlig neuartigen, revolutionären Antrieb, dem unendlichen Unwahrscheinlichkeitsdrive, ausgerüstet ist. Da sich dieses Raumschiff in einem Nichtsigstel einer Sekunde von A nach B bewegen kann, ist es &#8212; vereinfacht gesagt &#8212; zu jedem Zeitpunkt an jedem beliebigen Ort des Universums. So gesehen war es also gar nicht so unwahrscheinlich, dass Arthur Dent und Ford Prefect von der »Herz aus Gold« gerettet wurden. Allerdings gibt es ein paar weitere seltsame Zufälle, die das Geschehen als Ganzes ziemlich unwahrscheinlich aussehen lassen. Das Kommando auf der »Herz aus Gold« hat Zaphod Beeblebrox, der Präsident des Galaktischen Imperiums. Genauer ist er zu diesem Zeitpunkt wohl schon Ex-Präsident. Denn obwohl das Raumschiff im Auftrag des Galaktischen Imperiums (also wohl des Präsidenten?) gebaut wurde, hat Zaphod Beeblebrox die »Herz aus Gold« geklaut &#8230; schlimmer noch: er hat sich überhaupt nur um die Präsidentschaft beworben, um sich eine gute Gelegenheit zu verschaffen, die »Herz aus Gold« zu stehlen. Davon abgesehen ist Zaphod der Erfinder des Pangalaktischen Donnergurglers (d.i. der schärfste Drink des Universums) sowie ein Halbcousin von Ford Prefect, was vielleicht einiges erklärt. Außerdem an Bord befindet sich das von der Erde stammende Mädchen Trillian, das einen Doktor in Mathematik und einen in Astrophysik hat. Ihr Spezialgebiet ist das Rechnen mit Unwahrscheinlichkeiten. Und &#8212; noch ein Zufall &#8212; vor nicht allzu langer Zeit hatte Arthur Dent dieses Mädchen auf einer Party erfolglos angebaggert. Komplettiert wird die Besatzung durch den ewig mürrischen Roboter Marvin.</p>
<p><strong>Magrathea<br />
</strong></p>
<p>Kaum gerettet, schweben Arthur Dent und Ford Prefect scheinbar schon wieder in Lebensgefahr, denn sie schweben mit der »Herz aus Gold« über dem Planeten Magrathea und werden von dort aus angegriffen. Was insofern seltsam ist, als der Planet seit ca. 5 Millionen Jahren als ausgestorben gilt. Angeblich hat es mit Magrathea folgende Bewandnis: Seine Bewohner stellten einst, als das Universum noch reich war, auf Kundenwünsche zugeschnittene Planeten her, also ausgesprochene Luxusgüter. Durch diese Industrie wurde Magrathea unermesslich reich, der Rest des Universums allerdings immer ärmer. Irgendwann brach das galaktische Wirtschaftssystem zusammen und auch Magrathea musste einpacken. Die gehorteten Reichtümer sollen sich aber angeblich noch immer in den unterirdischen Werkstätten stapeln &#8212; und genau deshalb wollte Zaphod Beeblebrox dorthin.</p>
<p>Der Angriff entpuppt sich jedenfalls als ziemlich harmlos, denn die beiden auf die »Herz aus Gold« abgefeuerten Raketen werden irgendwie zu einem Walfisch und einem Petunientopf. (Überhaupt beginnt die Handlung an diesem Punkt etwas wirr zu werden.) Zaphod, Trillian und Ford steigen durch einen Krater, den der auf der Planetenoberfläche eingeschlagene Wal hinterlassen hat, ins Planeteninnere ab. Weit kommen sie nicht, denn sie werden durch ein Gas betäubt. Arthur bleibt an der Oberfläche und lernt einen sehr alten Einheimischen kennen, der ihm nicht nur einiges über Magrathea sondern auch Unglaubliches über die Erde und ihre Bewohner mitzuteilen hat. Marvin verkrümelt sich, wird sich aber zum Schluss durch sein sauertöpfisches Wesen als die Rettung erweisen.</p>
<p><strong>Deep Thought und Die Große Antwort</strong></p>
<p>Was der Alte (sein Name ist Saltibartfaß) mitzuteilen hat, ist zusammengefasst Folgendes:</p>
<ol>
<li>Auch die Erde wurde einst auf Magrathea gebaut.</li>
<li>Entworfen wurde sie von einem sagenumwobenen Supercomputer namens Deep Thought.</li>
<li>Deep Thought selbst war vor vielen Millionen Jahren von einer Rasse hyperintelligenter, pandimensionaler Wesen entworfen worden, um die Große Frage (nach dem Sinn des Lebens, dem Universum und ALLEM) ein für allemal zu beantworten.</li>
<li>Nach etlichen Millionen Jahren unentwegten Rechnens lautet die ergreifende Antwort von Deep Thought: <strong>Zweiundvierzig (42).</strong></li>
<li>Diese Antwort erschien der gebannt wartenden Menge nicht wirklich befriedigend. Deep Thought weiß sich aber zu verteigen: Das Problem bestehe wohl eher darin, dass die zugrundeliegende Frage nicht so recht klar ist.</li>
<li>Um die zugehörige Frage zu berechnen, reicht Deep Thoughts Rechenkapazität nach eigener Aussage nicht aus. Er ist aber bereit und in der Lage, den Entwurf für einen viel größeren Supercomputer zu berechnen, der in der Lage sein wird, die Frage zu berechnen.</li>
<li>Dieser Rechner heißt Erde, und er wird auf Magrathea gebaut (siehe 1.).</li>
<li>Kurz bevor der Supercomputer namens Erde die Große Frage gefunden hat, wird er wegen einer  Umgehungsstraße von zweifelhaftem Nutzen gesprengt (siehe &#8220;Der letzte Morgen der Erde&#8221;).</li>
</ol>
<p><strong>Menschen, Mäuse und Delphine</strong></p>
<p>Das alles ist für Arthur Dent, den (fast) einzigen Überlebenden der Erde, schwer zu verkraften. Dazu kommt dann noch die Enthüllung, dass die Menschen lediglich die drittintelligenteste Art auf der Erde waren. Auf Platz 2 liegen (vielleicht nicht ganz überraschend) die Delphine, die im Gegensatz zu den Menschen das nahende Ende der Erde gespürt haben. Ihre Versuche, sich den Menschen mitzuteilen, blieben jedoch von diesen unverstanden, und am Ende blieb ihnen nur noch die Flucht. Nicht ohne einen letzten, freundlichen Gruße: <em>Macht&#8217;s gut und danke für den Fisch.</em></p>
<p>Auf Platz 1 die Riesenüberraschung: Mäuse, und zwar die weiße Sorte, die üblicherweise für Laborversuche verwendet wurde. Sie waren die eigentlichen Herren der Erde, und zwei Exemplare haben die totale Zerstörung des Planeten überlebt: als Trillians possierliche Haustierchen an Bord der »Herz aus Gold«. Clever wie sie sind, haben Benjy und Frankie bereits einen Vertrag mit einem Fernsehsender in der Tasche, wo sie die Große Frage in einer Talkshow enthüllen wollen. Nur leider wissen sie die Frage nicht, denn der Supercomputer Erde ist bekanntlich nicht ganz fertig geworden mit seiner Aufgabe. Sie setzen all ihre Hoffnung auf Arthur Dent, den Erdling, den sie als organischen Bestandteil des Biocomputers Erde betrachten. Genauer gesagt wollen sie sein Gehirn, in Scheiben geschnitten.</p>
<p><strong>Showdown mit Marvin</strong></p>
<p>Arthur und seine Gefährten, die mittlerweile aus ihrer Narkose erwacht sind, wollen nur eins, nämlich schnellstmöglich weg von Magrathea. Das Problem sind nicht allein die Mäuse, sondern auch die galaktischen Polizisten, die Zaphod Beeblebrox wegen des Diebstahls der Herz aus Gold auf den Fersen sind und dabei von ihren Schusswaffen Gebrauch machen. Plötzlich hört die Schießerei auf, weil die Beatmungscomputer der Polizisten aus- und die Polizisten tot umgefallen sind. Nichts geschieht ohne Grund: Grund für den Ausfall der Beatmungscomputer ist der Ausfall des Hauptcomputers im Raumschiff der Polizisten. Verantwortlich hierfür ist der depressive Roboter Marvin, der seine trüben Ansichten über des Leben an den Hauptcomputer übertragen hat (weil ihm langweilig war), woraufhin das Raumschiff Selbstmord verübte. Was für ein Ende!</p>
<p>Aber die Helden haben jetzt Hunger auf einen kleinen Imbiss im Restaurant am Ende des Universums.</p>
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		<title>Sterntagebücher. Vierundzwanzigste Reise</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 18:43:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Stanisław Lem:</strong> Ijon Tichy trifft er die letzten Vertreter des Stammes der Indioten. Der Niedergang scheint irgendwie mit der indiotischen Dreiklassengesellschaft und dem Prinzip der freien Initiative. <a href="http://www.habenichtse.de/kurzgeschichten/sterntagebucher-vierundzwanzigste-reise/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Übersicht <a href="http://www.habenichtse.de/science-fiction/sterntagebucher/" target="_self">Sterntagebücher </a>| Biografie <a href="http://www.habenichtse.de/biografie/stanislaw-lem/" target="_self">Stanislaw Lem</a></p>
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<p><strong>Inhalt</strong></p>
<p>Ijon Tichy verschlägt es auf einen scheinbar wüsten Planeten, der bei näherer Betrachtung Hinweise auf  eine ausgestorbene Hochkultur zeigt. Tatsächlich trifft er bald einige Vertreter des einstmals großen Stammes der Indioten. Mit einem dieser menschenähnlichen Wesen kommt er ins Gespräch und beginnt allmählich zu begreifen, wie es zum Niedergang dieses bemerkenswerten Volkes kommen konnte.</p>
<p>Bei den Idioten herrschte einst ein strenges Dreiklassensystem bestehend aus Spiriten, Erlauchten und Minderlingen. Die Spiriten waren für alles Geistige zuständig. Sie »vertieften sich in das Wesen des Großen Inda, der in einem schöpferischen Willensakt die Indioten erschuf«. Die Erlauchten waren die weltlichen Herren; sie stellten die Beamten und leiteten die Fabriken. Die eigentliche Arbeit wurde von den Minderlingen verrichtet. Der Niedergang begann, als ein gelehrter Konstrukteur sogenannte Neue Maschinen schuf, die die Minderlinge überflüssig machten.</p>
<p>Unter den arbeitslos gewordenen Minderlingen grassiert fortan der Hunger, während sich die von den Neuen Maschinen produzierten Waren in den Lagern stapeln. Die Minderlinge an den Früchten des Fortschritts zu beteiligen, hätte in den Augen der Spiriten einen schändlichen Anschlag auf die unveräußerlichen Freiheiten der Indioten bedeutet. Insbesondere wäre damit des hehre Prinzip der freien Initiative verletzt worden, wonach niemand zu etwas gezwungen werden darf, was er nicht wünscht. Also:</p>
<blockquote><p><em>Wer hätte es da gewagt, den Erlauchten die Fabriken zu nehmen, wenn es ihr Wille war, sich des Eigentümerstandes zu erfreuen? Das wäre die schlimmste Knebelung der Freiheit gewesen &#8230;</em></p></blockquote>
<p>Diese Argumentation kommt Ijon Tichy schon reichlich seltsam vor, aber der Indiot setzt noch einen drauf, als er die Lage der Minderlinge schildert:</p>
<blockquote><p><em>&#8230; [sie] wurden von niemandem unterdrückt, keiner übte Zwang auf sie aus, im Gegenteil, sie waren völlig frei und konnten tun und lassen, was sie wollten; statt aber diese uneingeschränkte Freiheit zu genießen, starben sie wie die Fliegen &#8230;</em></p></blockquote>
<p>Das Chaos droht im Staat der Indioten um sich zu greifen. Deshalb wird &#8212; nach monatelanger Tagung der obersten Verwaltung &#8211; der Konstrukteur der Neuen Maschinen beauftragt, eine Maschine zu bauen, die wieder Ordnung herstellt. Diese &#8220;Regierungsmaschine&#8221; räumt ordentlich auf im Staate der Indioten. In kürzester Zeit arbeitet sie Indioten &#8212; Spiriten, Erlauchte wie Minderlinge &#8212; in glänzende Scheiben um, die in schönen geometrischen Mustern auf dem Planeten der Indioten ausgelegt werden. Im Ergebnis alles hübsch ordentlich &#8230; Ijon Tichy hat es trotzdem recht eilig, von diesem seltsamen Planeten wegzukommen, denn</p>
<blockquote><p><em>&#8230; ich bin doch kein Indiot!</em></p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Schatten</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 11:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Märchenhaftes]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Hans Christian Andersen</strong> ♦ Ein Mann verliert seinen Schatten, der im jahrelang treu gedient hat. Als der Schatten eines Tages als Besucher vor ihm steht, hat sich das Verhältnis umgekehrt, denn nun verlangt der Schatten von <em>ihm</em> Gefolgschaft. <a href="http://www.habenichtse.de/marchen/der-schatten/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kunstmärchen von Hans Christian Andersen, veröffentlicht 1847</p>
<p>Die Märchen von Hans Christian gehen oft nicht gut ist. Kaum eines ist jedoch so düster und abgründig wie »Der Schatten«, eine Geschichte die trotz der durchaus vorhandenen Märchenmotive eher wie eine frühe dystopische Erzählung wirkt.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Ein gelehrter Mann lebt eine zeitlang in den heißen Ländern, wo Europäer wie er gut daran tun, die tagsüber zu arg brennende Sonne zu meiden. Die Hitze setzt ihm zu; er magert ab und selbst sein Schatten scheint schon dünner und blasser zu werden. Erst am Abend ist das Klima erträglich, die Natur erwacht zum Leben und der Mann wagt sich wenigstens auf seine Terasse. Aus dem Haus gegenüber dringt manchmal schöne Musik, die er nicht kennt, von der er aber fasziniert ist.  Einmal sieht er auf der Terasse eine schöne Jungfrau, über die er ebensowenig herauszufinden vermag, wie über die fremdartige Musik. Eines Abends beobachtet er auf der gegenüberliegenden Terasse das Spiel seines eigenen Schattens &#8211;</p>
<blockquote><p><em>»Ich glaube, mein Schatten ist das einzige Lebendige, was man da drüben sieht.«</em></p></blockquote>
<p>Was der Mann an jenem Abend noch amüsant fand, wird bald unheimlich real. Sein Schatten löst sich von ihm ab, beginnt ein Eigenleben und wird kräftiger, während seine eigene Kraft unter der Hitze immer mehr schwindet. Zum Glück wächst in den warmen Ländern alles schnell, und so wächst auch ihm bald ein neuer Schatten, sodass ihm der Verlust des früheren nicht mehr so bedeutend erscheint. Irgendwann verlässt er das heiße Land und kehrt in seine nördliche Heimat zurück.</p>
<p>Zu Hause schreibt er Bücher über das Wahre und das Gute in der Welt. So vergehen viele Jahre. Eines Tages bekommt er Besuch von seinem früheren Schatten, dem es offenbar besser ergangen ist als ihm selbst. Er ist offensichtlich wohlhabend und voller Selbstbewusstsein, vor allem legt er Wert auf die Feststellung, dass er niemandem mehr dienen muss. Den Gelehrten bittet er höflich, ihn nicht mehr zu duzen. Er erzählt ihm er hätte »alles« gesehen, wüsste »alles«. Der Gelehrte will es genauer wissen und stellt kluge Fragen, doch mehr als dass die schöne Jungfrau damals auf der Terasse die Poesie selbst war, ist aus dem Schatten nicht herauszubekommen.</p>
<p>Ein Jahr später besucht der ehemalige Schatten seinen ehemaligen Herrn ein weiteres Mal. Der Gelehrte schreibt noch immer über das Wahre, das Gute und das Schöne, doch niemand will es hören. Der Schatten ist noch reicher und mächtiger geworden, und plant nun zu heiraten. Der Gelehrte reist mit seinem früheren Schatten &#8212; auf dessen Vorschlag und Kosten &#8212; in einen Badeort, wo der Schatten ein vielbeachteter Mann und er selbst gewissermaßen dessen Schatten ist. Inzwischen wird der Gelehrte von seinem früheren Schatten geduzt, muss diesen aber mit Sie ansprechen.</p>
<p>In dem Badeort kurt auch eine Königstochter, die den Schatten so attraktiv findet, dass sie ihn heiraten möchte. Besonders beeindruckt sie, was für einen klugen Schatten(!) der junge Mann hat. Er selbst redet ihr ein, dass sein Schatten (also der Gelehrte) etwas eitel ist und gern für einen Menschen gehalten werden möchte. Als die Hochzeit bevorsteht, bietet der Schatten dem Gelehrten an, ihm gegen gute Bezahlung auf das königliche Schloss zu folgen. Die Bedingung ist allerdings, dass er sich von ihm sein Schatten nennen lässt und ihm auf Wunsch zu Füßen liegt. Das geht dem Gelehrten &#8212; der immer noch das Wahre, Gute und Schöne liebt &#8212; zu weit. Gemeinsam beschließen die Königstochter und der Emporkömmling, dass es das beste für den »Schatten« sei, wenn man ihn in aller Stille beseitigt. Und so erlebt der Gelehrte die königliche Hochzeit seines Schattens nicht mehr.</p>
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