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	<title>Website der Habenichtse &#187; Horror</title>
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	<description>Fantastische Literatur &#38; Science Fiction</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Sep 2010 07:58:22 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Das verräterische Herz</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 10:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schauerliches]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>E.A. Poe</strong> ♦ Klassische Geschichte vom fast perfekten Verbrechen -- und vom Wahnsinn, der es am Ende doch ans Licht bringt. <a href="http://www.habenichtse.de/gothic-fiction/das-verraterische-herz/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Originaltitel »The Tell-Tale Heart«<br />
Kurzgeschichte von <a href="http://www.habenichtse.de/science-fiction-autoren/edgar-allan-poe-biografie/" target="_self">Edgar Allan Poe<br />
</a>Erstveröffentlichung 1843 in <em>The Pioneer</em></p>
<h3>Inhalt</h3>
<div id="attachment_60" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://www.habenichtse.de/wp-content/uploads/2010/08/telltaleheart.jpeg"><img class="size-full wp-image-60" title="telltaleheart" src="http://www.habenichtse.de/wp-content/uploads/2010/08/telltaleheart.jpeg" alt="Illustration Harry Clarke" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration Harry Clarke</p></div>
<p>Gleich zu Beginn der Geschichte und ehe der Leser weiß, worum es eigentlich geht, beteuert der Erzähler in aufgeregten, fast fiebrigen Sätzen, keineswegs verrückt zu sein. Umgehend ist der Leser in schaurige Spannung versetzt: gleich im nächsten Absatz wird klar, dass hier ein offenbar Wahnsinniger eine grausige Bluttat gesteht. »Das verräterische Herz« ist ein Klassiker der Schauerliteratur und ein schlagender Beweis für Poes Meisterschaft im genau kalkulierten Erzeugen von Emotionen beim Leser. Sollte der gewünschte Effekt nicht eintreten, dann kann es eigentlich nur daran liegen, dass jeder die Geschichte (irgendwie) schon kennt.</p>
<p>Und dies ist die Geschichte: Der Erzähler hat einen alten Mann, seinen Nachbarn, umgebracht und den zerstückelten Leichnam unter den Dielen versteckt. Das Mordmotiv ist weder Geldgier, noch Rachsucht, noch diffuser Hass. Der Mörder kann seinen Beweggrund erschreckend klar benennen:</p>
<blockquote><p><em>Es war wohl sein Blick! ja, das war es! Eines seiner Augen glich dem eines Geiers &#8212; ein blassblaues Auge mit einem Häutchen darüber. Sooft sein Blick auf mich fiel, stockte mir das Blut in den Adern; und so reifte in mir denn nach und nach &#8212; so ganz allmählich &#8212; der Entschluss, dem Alten das Leben zu nehmen und so auf immer von dem Auge mich zu befreien.</em></p></blockquote>
<p>Der Erzähler ist offenbar von einem unbezähmbaren, irrationalen Hass besessen, der sich nicht gegen den Mann selbst sondern gegen dessen krankes Auge richtet. Gerade die rationale Art und Weise, in der der Täter sein Motiv und sein Vorgehen schildert, lassen ihn als einen Wahnsinnigen, ja Besessenen erscheinen: er beteuert, dass er den Alten liebt, doch eines seiner Merkmale, das kranke Auge, hasst er so über die Maßen, dass er ihn töten muss.</p>
<p>Auch die Tat selbst sowie ihre Entdeckung sind von dieser Mischung aus scheinbarer Vernunft und darunter verborgenem Wahnsinn gekennzeichnet. Der Mörder schleicht sich in mehreren Nächten in das Zimmer des schlafenden Alten, bringt die Tat aber erst über sich, als der schmale Lichtschein seiner Laterne zufällig auf das verhasste, geöffnete Auge fällt. Nach dem Mord versteckt er mit kühlem Kopf die zerstückelte Leiche unter den Dielen, und auch als die Polizei erscheint, verhält er sich so arglos, dass keinerlei Verdacht auf ihn fällt. Seine Tat hätte zum perfekten Verbrechen werden können, doch es ist der in seinem Kopf nistende Wahnsinn, der ihn verrät. Während er von der Polizei befragt wird &#8212; in jenem Zimmer, unter dessen Dielen die Leichenteile liegen &#8212; meint er, ein immer stärker werdendes Klopfen zu hören: das Herz das Alten. In der irren Überzeugung, dass die Polizisten das Gleiche hören und ihr harmlose Geplauder purer Hohn ist, offenbart er schließlich seine Tat.</p>
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		<title>Frankenstein</title>
		<link>http://www.habenichtse.de/gothic-fiction/frankenstein/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 07:25:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schauerliches]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfung]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Mary Shelley</strong> ♦ Victor Frankenstein erschafft an der Universität Ingolstadt einen künstlichen Menschen. Sich selbst überlassen wird Frankensteins Schöpfung zu Frankensteins Monster, das schließlich seinen eigenen Schöpfer vernichtet. <a href="http://www.habenichtse.de/gothic-fiction/frankenstein/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Roman von Mary Shelley<br />
Originaltitel <em>Frankenstein or The Modern Prometheus<br />
</em>Erstveröffentlichung 1818</p>
<p>Der junge, von Wissensdurst und Forscherdrang getriebene Victor Frankenstein erschafft an der Universität Ingolstadt aus Leichenteilen und anorganischer Materie einen künstlichen Menschen. Entsetzt von seiner eigenen Schöpfung überlässt Frankenstein den »Unhold« sich selbst.  Ausgestattet mit dem physiologisch Notwendigen zum Leben, aber hässlich und ohne jegliche Zuwendung eines mitfühlenden Wesens wird Frankensteins Schöpfung mehr und mehr zu Frankensteins Monster, das schließlich seinen eigenen Schöpfer vernichtet.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Die Rahmenhandlung spielt in der Arktis. Der Forscher Robert Walton rettet, während sein Expeditionsschiff im Eis eingeschlossen ist, einen völlig erschöpften Mann, der einsam mit seinem Hundeschlitten unterwegs ist. Kurz zuvor hatte die Mannschaft ein unheimliches, riesengroßes und kräftiges Wesen durch das ewige Eis jagen sehen. Offenbar ist der soeben Gerettete besessen von dem Wunsch, dieses ihm augenscheinlich so überlegene Wesen zu vernichten. Walton empfindet große Sympathie für den gebildeten, aber gebrochenen Mann. Der beginnt seine Geschichte zu erzählen.</p>
<p><a href="http://www.habenichtse.de/wp-content/uploads/2010/07/Frontispiece_to_Frankenstein_1831.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-498" title="Frontispiece_Frankenstein" src="http://www.habenichtse.de/wp-content/uploads/2010/07/Frontispiece_to_Frankenstein_1831.jpg" alt="" width="220" height="286" /></a>Sein Name ist Victor Frankenstein. Als ältester Sohn wohlhabender und liebevoller Eltern, geboren in Italien und aufgewachsen in Genf, nimmt er an der Universität von Ingolstadt das Studium der Chemie auf. Daheim warten auf ihn sein Vater, seine beiden jüngeren Brüder und die etwa gleichaltrige Elisabeth, die von seinen Eltern als kleines Kind in den Haushalt aufgenommen wurde. Dass Victor und Elisabeth eines Tages heiraten werden, war der sehnlichste Wunsch der früh verstorbenen Mutter, und auch für die beiden selbst steht diese Zukunft fest.<br />
Schon als Kind interessierte sich Frankenstein für Naturwissenschaft und Naturphilosophie. So las er unter anderem die Werke von Cornelius Agrippa, Paracelsus und Albertus Magnus. Seine Lehrer an der Universität nehmen diese Art von Vorbildung sehr unterschiedlich auf: während der eine die alten Gelehrten als Alchimisten abtut, schätzt der andere sie als diejenigen, die die Grundlagen für die moderne Wissenschaft legten. Frankenstein gewinnt mit seinen Studienfortschritten bald alle Lehrer für sich. Er arbeitet wie besessen, vergisst darüber sogar seine geliebte Familie, die sich daheim mit viel zu seltenen Lebenszeichen begnügen muss. Nicht einmal seine Liebe zu Elisabeth kann ihn aus dieser Bessenheit befreien.</p>
<p>Was Frankenstein besonders fasziniert, ist ein uraltes Mysterium:</p>
<blockquote><p><em>Eines der Phänomene, dem ich besonderes Interesse gewidmet hatte, war die Zusammensetzung des menschlichen Körpers und darüber hinaus aller lebenden Wesen. Woher, so fragte ich mich oft, stammt wohl das Prinzip des Lebens?</em></p></blockquote>
<p>Und Frankenstein glaubt zu wissen, wo er dieses Prinzip finden kann:</p>
<blockquote><p><em>Um nämlich die Ursprünge des Lebens zu erforschen, muss man zunächst das Tote studieren.</em></p></blockquote>
<p>Er studiert den Verfall in der Anatomie, in Leichenhäusern und auf Friedhöfen. Schließlich macht er die erhoffte Entdeckung und ist nun überzeugt davon, leblose Materie beleben zu können. In den folgenden Monaten widmet er sich in völliger Abgeschiedenheit dem konstruktiven Teil seiner Forschung: sammelt Materialien aus Leichenhallen und von Schlachthöfen, übt sich im Gebrauch seiner Instrumente und vernachlässigt weiterhin seine inzwischen besorgte Familie. Als Laboratorium dient der Dachboden des Hauses, in dem er auch sein Zimmer hat. Schließlich ist er am Ziel:</p>
<blockquote><p><em>Es war in einer düsteren Novembernacht, als ich endlich das Ziel meiner Mühen erreichte. Mit einer Angst, die schon an Agonie grenzte, sortierte ich rund um mich die Instrumente, mit denen ich einen Funken Leben in jenes leblose Ding pflanzen wollte, das zu meinen Füßen lag. Es war schon ein Uhr morgens, der Regen trommelte eintönig gegen die Fensterscheiben, und meine Kerze war fast heruntergebrannt, als ich im trüben Schimmer des halb erlöschenden Lichtes sah, wie sich das trübe gelbe Auge meines Geschöpfes öffnete. Das Wesen atmete tief ein, und eine krampfartige Bewegung lief durch seinen Körper.</em></p></blockquote>
<p>Frankenstein packt namenloses Entsetzen, als er das Ergebnis seiner zweijährigen Arbeit vor sich sieht. Unfähig, den Anblick seines Geschöpfes zu ertragen &#8212; und voller Selbstmitleid &#8212; lässt er dieses allein im Laboratorium zurück. In seinem Zimmer fällt er in einen Alptraum; als er aus diesem erwacht, steht des Monster neben seinem Bett  &#8212; und will ganz offenbar etwas von ihn! Wieder flieht Frankenstein vor seinem Geschöpf und verbringt den Rest der Nacht auf dem Hof.</p>
<p>Als er sein Zimmer am nächsten Tag wieder zu betreten wagt, ist der Unhold &#8212; Gott sei dank &#8212; verschwunden. Unter den fürsorglichen Augen seines Jugendfreundes Henry Cerval erholt sich Frankenstein von den jahrelangen Strapazen und dem schrecklichen Erlebnis in jener Novembernacht. Der Gedanke an das Ungeheuer verblasst. Anderthalb Jahre später ist es Zeit für Frankensteins Rückkehr nach Genf. Kurz vor seiner Abreise aus Ingolstadt erreicht ihn ein Brief von seinem Vater mit einer furchtbaren Nachricht: William, sein jüngster Bruder, ist während eines Spaziergangs ermordet worden. Offenbar war es ein Raubmord, denn der Mörder hat dem Jungen ein Medaillon &#8212; ein Erbstück von der jung verstorbenen Mutter &#8212; vom Hals gerissen. Die Familie ist am Boden zerstört, besonders Elisabeth, die William das Schmuckstück erst unmittelbar vorher überlassen hat und sich nun die Schuld an seinem Tod gibt.</p>
<p>Doch das ist erst der Anfang einer nicht enden wollenden Kette von Schicksalsschlägen für Victor Frankenstein. Der macht sich sofort auf den Weg nach Genf, trifft dort aber nachts ein, als die Stadttore bereits geschlossen sind. In einem kleinen Dorf nahe Genf hat er während eines Gewitters eine Begegnung, die ihm das Blut in den Adern gefrieren lässt: Er erblickt, von Blitzen erhellt die Umrisse des Unholds, den er in Ingolstadt erschaffen und dann aus seinem Gedächtnis verdrängt hat. Sofort ist er überzeugt, dass nur der Unhold seinen kleinen Bruder ermordet haben kann.</p>
<p>Am nächsten Tag, bei seiner Ankunft im Haus der Familie erfährt er, dass der Mörder bereits gefasst wurde. Die Erleichterung währt nur einen kurzen Moment, denn die Mörderin ist angeblich das Mädchen Justine, eine Halbwaise, die zeitweilig von der Familie aufgenommen worden war. Niemand will es so recht glauben, doch es gibt ein eindeutiges Indiz: das verschwundene Medaillon wurde in Justines Kleidern gefunden. Der einzige, der keinen Augenblick an Justines Unschuld zweifelt, ist Victor Frankenstein. Er ist überzeugt, den wahren Mörder zu kennen, kann sich jedoch niemandem anvertrauen. Justine wird zu Unrecht als Mörderin hingerichtet.</p>
<p>Etwas Trost findet Frankenstein bei einem einsamen Ausflug in die Alpen. Doch auch hier gewährt das Schicksal ihm nur eine kurze Ahnung von innerem Frieden, den er in seinem Leben nie mehr erlangen soll. Oben auf einem Gipfel trifft er mit dem Unhold zusammen, der ihn dort in der Einsamkeit der Berge gesucht und gefunden hat. Nun gibt es einen interessanten Perspektivwechsel: Nicht mehr Frankenstein, sondern der Unhold erzählt seine Geschichte, die in jener Novembernacht in Ingolstadt begann.</p>
<p>Das von Frankenstein in die Welt gesetzte Wesen muss ganz auf sich allein gestellt den Weg ins Leben gehen, auf dem ein Menschenkind in Liebe begleitet wird. Er lernt hören, sehen, fühlen, seinen Hunger und seinen Durst zu stillen. Er entdeckt die Kraft des Feuers und den Wechsel der Jahreszeiten. Und er entdeckt seine eigene Identität, was der Ursprung seines Kummers wird. Sooft er in den Dörfern Menschen begegnet, fallen diese in Ohnmacht oder laufen schreiend weg oder werfen mit Steinen nach ihm. Der Unhold lernt die Menschen zu meiden. Monatelang lebt er im Schuppen eines ärmlichen Anwesens, ohne sich den Bewohnern zu zeigen. Er selbst jedoch beobachtet die dort lebende Familie aufs Genaueste, lernt von ihnen sprechen und später lesen, sieht auch, wie sie durch bestimmte Gesten und Verhaltensweisen ihre Verbundenheit miteinander ausdrücken. Die Erkenntnis, dass er von solcher Verbundenheit immer ausgeschlossen sein wird, beginnt ihn zu quälen. Schließlich unternimmt er einen Versuch und zeigt sich den Menschen, zu denen er Vertrauen gewonnen hat. Das Entsetzen in ihren Gesichtern stellt endgültig die Weichen: wer von allen für ein Ungeheuer gehalten wird, kann nur als Ungeheuer leben.</p>
<p>Und das Ungeheuer kennt seinen Feind: Victor Frankenstein, der ihn geschaffen und zu einem Leben als Ungeheuer verurteilt hat. Da er im Besitz von Aufzeichnungen aus Frankensteins Studentenzimmer ist, weiß er, wo er seinen Feind finden kann. Er begibt sich also Richtung Genf, wo ihm durch Zufall William Frankenstein in die Hände fällt. Erst nach dem Mord, der eher ein Totschlag aus Verzweiflung war, begreift der Unhold, welche Macht er über Frankenstein hat:</p>
<blockquote><p><em>»Auch ich vermag zu vernichten; mein Feind ist nicht unverwundbar! Dieser Tod wird ihm Verzweiflung bereiten, und tausend weitere Qualen sollen ihn peinigen und zugrunde richten.«</em></p></blockquote>
<p>Des Unholds Entscheidung für das Böse findet ihren ersten Ausdruck in der Vernichtung Justines, der er das Medaillon des getöteten Jungen unterschiebt. Auf dem Bergipfel hätte er nun Gelegenheit, auch seinen eigentlichen Feind, Victor Frankenstein, zu vernichten. Doch er verfolgt &#8212; noch &#8212; eine ganz andere Absicht: er fordert von seinem Schöpfer eine Gefährtin, von der gleichen Gattung und mit den gleichen Mängeln ausgestattet wie er selbst. Frankenstein gibt ihm, von zwiespältigen Gefühlen erfüllt, dieses Versprechen. Ganz kann er sich den Argumenten des einsamen, von allen verabscheuten Geschöpfes nicht verschließen; gleichzeitig misstraut er ihm und schließt von seinem furchtbaren Äußeren auf ein ebenso furchtbares Wesen. Auch graut ihm bei der Vorstellung, noch einmal den abscheulichen Schöpfungsakt zu wiederholen, den er inzwischen so tief bereut. Letzlich sagt er zu unter der Bedingung, dass der Unhold zusammen mit seiner Gefährtin ein für alle Mal aus seinem Leben verschwindet und auch sonst jegliche Nähe zu Menschen meidet.</p>
<p>Zögerlich nimmt Frankenstein sein Werk auf, stets von der Angst gequält, das Ungeheuer mit seinem Zögern zu neuen Racheakten zu provozieren. Schließlich reist er nach England, wo er sich neueste wissenschaftliche Erkenntnisse verspricht, die für die Arbeit an dem neuen Monster hilfreich sein können. Begleitet wird er von seinem Jugendfreund Henry Cerval. Nach ein paar gemeinsamen Monaten in London bittet er den Freund um Verständnis, dass er sich eine zeitlang in die Einsamkeit Schottlands zurückziehen will. Auf einer der Orkney-Insel erschafft er, immer wieder von Zweifeln geplagt, die gewünschte Gefährtin für den Unhold. Besonders quälend ist der Gedanke, dass seine beiden Kreaturen die Begründer eines neuen Geschlechts werden könnten, welches die Menschheit unterjocht. Kurz bevor die weibliche Kreatur zum Leben erwacht, vernichtet er sein Werk &#8212; vor den Augen des Monsters, das just in diesem Moment durchs Fenster starrt.</p>
<p>Damit ist sein Ende besiegelt. Der seiner Gefährtin beraubte Unhold droht an, Frankenstein in seiner Hochzeitsnacht heimzusuchen. Zunächst aber erwürgt er Frankensteins Freund Cerval, der ihn in der schottischen Einöde suchen kam. Frankenstein wird für diesen Mord angeklagt, kann aber seine Unschuld beweisen. Der Vater drängt auf die baldige Hochzeit mit Elisabeth, und auch Victor Frankenstein verknüpft damit die Hoffnung auf ein ruhiges und einfaches Leben. Doch als er seine Braut in der Hochzeitsnacht für kurze Zeit allein lässt, schlägt das Monster tatsächlich wieder zu. Kurz nach Elisabeths Tod stirbt Frankensteins Vater, der schon so viele Schicksalsschläge hinnehmen musste, an gebrochenem Herzen. Von nun jagt Frankenstein das Monster, das ihn jagt. Die Verfolgung führt zunächst nach Russland und schließlich in die Arktis, wo es zur Begegnung mit dem jungen Robert Walton kommt. Im beschließenden Teil der Rahmenhandlung stirbt Frankenstein an Erschöpfung &#8212; und angesichts des Todes seines Schöpfers und Jägers beschließt auch der Unhold sein trauriges Leben.</p>
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		<title>Dracula</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 06:53:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schauerliches]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Vampir]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Bram Stoker</strong> ♦ Dracula, Fürst der Vampire, zieht es aus seiner transsilvanischen Heimat ins zivilisierte England, wo er es besonders auf junge Damen abgesehen hat. <a href="http://www.habenichtse.de/gothic-fiction/dracula/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Roman von Bram Stoker<br />
Erstveröffentlichung 1897</p>
<p>Dracula &#8212; Fürst der Vampire, Synonym der blutsaugenden Nachtgestalt, Mythos des über den Tod hinausreichenden Schreckens. Der irische Schriftsteller Bram Stoker verdankt seinen Weltruhm fast ausschließlich der berühmtesten aller Vampirgeschichten. Die Spannung des Romans basiert ganz wesentlich auf der Erzähltechnik: das Geschehen erschließt sich dem Leser aus Tagebuchaufzeichnungen und Briefen mehrerer Personen, von denen nicht alle das Ende des Romans erleben.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Der junge Anwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um mit dem Grafen Dracula die Modalitäten für den Erwerb eines Anwesens in England zu besprechen. Je näher er dem Schloss des Grafen kommt, umso deutlicher werden die Ankündigungen des bevorstehenden Grauens. In Bistritz, der nächstgelegenen Stadt, bekreuzigen sich Einheimische, als Harker das Ziel seiner Reise nennt. Man versucht, ihm die Reise auszureden, eine Frau gibt ihm ein Kruzifix mit auf den Weg. Weiter geht es mit der Postkutsche, durch wilde Natur, die mit Einbrechen der Dunkelheit immer unheimlicher wird. Hunde heulen, ebenso die Wölfe, die immer näher zu kommen scheinen. Am Borgopass wird Harker von einer Kalesche des Grafen abgeholt &#8212; der Postkutscher und die Mitreisenden haben es sehr eilig, von dort weiter in die Bukowina zu kommen.</p>
<p>Im Schloss angekommen, wird Harker vom Grafen höflich empfangen. Ein vorzügliches Nachtmahl beschwichtigt vorerst seine Sorgen, auch das Zimmer ist aufs Angenehmste gerichtet. Die nächsten Tage verlaufen harmlos. Und doch wird der Engländer sein Unbehagen nicht los, denn da gibt es manchmal dieses unglaublich bösartige Grinsen in Draculas Gesicht, die von ihm ausgehende Kälte, die abgeschlossenen Türen. Bis tief in die Nacht hinein führt Harker mit Dracula Gespräche, doch nie bekommt er ihn tagsüber zu sehen. Schreckliche Ahnungen verdichten sich immer mehr zu blanker Todesfurcht.</p>
<p>Spätestens als Harker seinen Gastgeber kopfüber, wie eine Eidechse, an der Schlossmauer herunterklettern sieht, weiß er: ein menschliches Wesen ist Dracula nicht! Nur allzu deutlich gibt ihm sein »Gastgeber« zu verstehen, dass es für ihn kein Entkommen gibt. Er wird von Dracula genötigt, mehrere vordatierte Briefe an seine Verlobte und an seinen Vorgesetzten zu schreiben, die seine bevorstehende Rückkehr beschreiben. Außerdem warnt ihn der Graf davor, jemals in einem anderen Teil des Schlosses einzuschlafen als in seinem Zimmer. Doch als er eines Nachts auf der Suche nach einer Fluchtmöglichkeit das Schloss erkundet, überkommt ihn ein so übermächtiger Drang, an Ort und Stelle einzuschlafen, dass selbst seine Todesangst dagegen nicht ankommt.  Schlafend wird er von drei schönen jungen Frauen mit blutroten Lippen entdeckt. Der ersehnte Todeskuss wird vom Grafen selbst vereitelt, der den jungen Engländer für sich haben will. Harkers letzte Zweifel über die Natur des Grafen verschwinden, als er diesen tagsüber in der Gruft in einer mit Erde gefüllten Kiste schlafend findet. Er erlebt in Draculas Schloss noch grausigere Dinge, doch schließlich gelingt ihm die Flucht. &#8211;<em> All dies erfährt der Leser aus Tagebuchaufzeichnungen Harkers.</em></p>
<p>Danach wechselt die Perspektive und der Schauplatz. Der Fortgang der Geschichte spielt in England und erschließt sich aus »Originaldokumenten« verschiedener Zeugen, die mehr oder minder direkt in das grauenvolle Geschehen einbezogen sind: aus Zeitungsberichten, Tagebucheinträgen des Nervenarztes Dr. Seward und vor allem aus dem Briefwechsel zwischen Wilhelmina Murray (»Mina«), der Verlobten von Harker, und ihrer besten Freundin Lucy Westenra. Während Mina ihrer baldigen Hochzeit entgegensieht (und sich langsam Sorgen um ihren künftigen Ehemann macht), hat Lucy gleich drei respektable Verehrer, die alle am gleichen Tag um ihre Hand anhalten. Lucys Herz gehört eindeutig Arthur Holmwood. Die beiden Abgewiesenen (besagter Dr. Seward und ein Amerikaner namens Quincey Morris) verhalten sich wie echte Gentlemen, versichern Lucy ihre Freundschaft und sind auch miteinander sowie mit Arthur befreundet .</p>
<p>Etwa zur gleichen Zeit, als ihr Verlobter irgendwo auf dem Balkan vor Dracula auf der Flucht ist, reist Mina für ein paar Wochen zu ihrer Freundin Lucy nach Whitby, einer kleinen Hafenstadt im Nordosten Englands. Kurze Zeit nach ihrer Ankunft kommt es in Whitby zu einem Vorfall, der in der ganzen Stadt für Gesprächsstoff sorgt: Während eines Sturms, der ohne Vorwarnung nach einem freundlichen Sommertag über den Ort hereinbricht, wird ein Schiff in den Hafen getrieben, das wahrhaft den Namen »Totenschiff« verdient. Von der Besatzung hat keiner überlebt, dafür findet man den Kapitän tot an des Steuer gefesselt. Den Aufzeichnungen des Kapitäns entnimmt man später, dass die Besatzung keineswegs den natürlichen Gewalten des Meeres zum Opfer gefallen ist. Vielmehr gab es auf dem Schiff »Etwas«, das die Männer einen nach dem anderen auf unheimliche Weise in den Tod getrieben hat. Zumindest rätselhaft ist auch die an Bord befindliche Ladung: 50 mit Erde gefüllte Kisten, die dem Frachtauftrag gemäß nach Carfax bei London weitergeschickt werden. Carfax? &#8230; das war doch der Ort, in dem Dracula ein Anwesen erworben hat!</p>
<p>Etliche Einwohner Whitbys haben den großen, schwarzer Hund von dem Totenschiff an Land springen sehen. Allen Augenzeugen war dieser Hund unheimlich &#8212; möglicherweise war er tollwütig &#8212; doch geriet dieses Detail angesichts der Ungeheuerlichkeit des ganzen Vorfalls schnell in Vergessenheit. Neben der Sorge um ihren Verlobten Jonathan Harker bedrückt Mina das veränderte Verhalten ihrer Freundin Lucy. Nicht nur, dass das hübsche junge Mädchen bald nicht mehr so rosig und frisch wirkt wie bei Minas Ankunft. Beunruhigend ist vor allem ihr Schlafwandeln, eine Neigung, die sie als Kind schon hatte, inzwischen aber längst abgelegt zu haben schien. Eines Nachts findet Mina Lucy auf jener Klippe, von wo aus sie beide während des Sturms das Totenschiff beobachtet hatten. Von Weitem sieht sie sie auf einer Bank vor der Kirche sitzen, während sich etwas Langes, Schwarzes über sie beugt. Vermutlich ist Lucy spätestens seit dieser Nacht verloren, auch wenn ihre zahlreichen Verehrer den Kampf um ihr Leben so schnell nicht aufgeben.</p>
<p>Mina erhält bald nach der verhängnisvollen Nacht ein Lebenszeichen von ihrem Jonathan, der in einem Krankenhaus in Budapest langsam ins Leben zurückkehrt. Sie reist sofort mit dem Zug nach Budapest, wo das Paar ohne große Zeremonie heiratet. Lucy geht es derweil immer schlechter. Arthur bittet seinen Freund Dr. Sewaed, sich um sie zu kümmern, da er selbst zu seinem mit dem Tod ringenden Vater reisen muss. Als Mediziner erkennt Seward den Ernst der Lage, wenn auch nicht die Ursache des Leidens, und bittet deshalb seinen akademischen Lehrer, Professor van Helsing, um Hilfe. Auch der Professor ist von der Anmut Lucys hingerissen; umso schmerzliche trifft ihn die Erkenntnis, dass er kaum noch eine Chance hat, das junge Mädchen zu retten. Denn er weiß die kleinen Male an Lucys Hals zu deuten, die schon Mina aufgefallen waren: Lucy wurde von einem Vampir heimgesucht! Van Helsing tut alles, was man so gegen Vampire tut  &#8212; Knoblauch spielt dabei natürlich eine wichtige Rolle. Als Lucy immer schwächer wird, führt er mehrere Bluttransfusionen durch: Arthur, Seward, Morris und sogar er selbst geben ihr Blut für das Mädchen. Aber während die anderen noch auf Lucys Leben hoffen, weiß van Helsing, dass auf sie Schlimmeres wartet als der Tod.</p>
<p>Der Rest der Geschichte handelt von der spannenden Jagd der guten Menschen &#8212; angeführt durch van Helsing &#8212; gegen den bösen Vampir. Nicht alle Guten kommen durch, und der Holzpflock, der der armen Lucy ins Herz gerammt wird, ist ohnehin nicht zu vermeiden. Aber am Ende kriegen sie ihn!</p>
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