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	<title>Website der Habenichtse &#187; Liebe</title>
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	<description>Fantastische Literatur &#38; Science Fiction</description>
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		<title>Undine</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 07:27:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Märchenhaftes]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Friedrich de la Motte Fouqué</strong> ♦ Ein Mann, zwei Frauen -- was selten gut ausgeht, schon gar nicht, wenn die eine ein Wassergeist ist. <a href="http://www.habenichtse.de/marchen/undine/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Märchennovelle von <a href="http://www.habenichtse.de/biografie/friedrich-baron-de-la-motte-fouque/" target="_self">Friedrich de la Motte Fouqué</a><br />
Erstveröffentlichung 1811</p>
<div id="attachment_555" class="wp-caption alignleft" style="width: 200px"><img class="size-medium wp-image-555" title="undine2_rackham" src="http://www.habenichtse.de/wp-content/uploads/2010/08/undine2_rackham-190x300.jpg" alt="Undine. Arthur Rackham" width="190" height="300" /><p class="wp-caption-text">Undine. Arthur Rackham</p></div>
<p>Ein Mann, zwei Frauen und sehr viel Wasser. Friedrich de la Motte Fouqué erzählt die klassische Geschichte von Liebe, Eifersucht und Selbstaufgabe. Undine, die Hauptfigur, trägt alle Wesenszüge der gleichnamigen mythologischen Gestalt: Sie ist ein Wassergeist und erlangt erst durch ihre Heirat mit einem irdischen Mann, dem Ritter Huldbrand, eine Seele. Als dieser sich von ihr ab- und einer anderen zuwendet, leidet Undine in stiller Demut. Ihr seelenloser Onkel Kühleborn dagegen verfolgt den Treulosen bis zum bitteren Ende, das durch Undines nasse Küsse herbeigeführt wird.</p>
<p>Der Undine-Stoff wurde immer wieder von anderen Künstlern verarbeitet; am bekanntesten dürften die gleichnamigen Opern von <a href="http://www.habenichtse.de/biografie/e-t-a-hoffmann/" target="_self">E.T.A. Hoffmann</a> und Albert Lortzing sein. Für Hoffmanns Oper schrieb de la Motte Fouqué selbst das Libretto.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Der Ritter Huldbrand von Ringstetten irrt auf seinem Pferd durch den dunklen Forst. Von den meisten Menschen wird dieser Wald gemieden, weil angeblich wundersame Kreaturen in ihm hausen, die nur zu gern ihre Gaukeleien mit arglosen Durchreisenden treiben. Auf einer Landzunge zwischen Wald und See leben einsam ein alter Fischer und seine Frau. Von den Gespenstern des Waldes geängstigt und vom Unwetter überrascht, findet Huldbrand bei den Fischersleuten freundliche Aufnahme. Überrascht ist Huldbrand von ihrer schönen, wilden Pflegetochter, die so gar nicht zu dem einfachen, frommen Paar passen will. Das Mädchen trägt den ungewöhnlichen Namen Undine.</p>
<p>Undine zeigt gegenüber dem Fremden eine Zutraulichkeit, die diesen verwirrt und gleichermaßen bezaubert. Geradezu fragt sie ihn, wie er zu ihrer Hütte gelangt sei, was er im wüsten Wald erlebt habe und wieso er überhaupt so lang gebraucht habe, um sich endlich hierher zu verirren. Die Eltern tadeln Undines ungebührliches Verhalten und fordern damit ihren Trotz heraus:</p>
<blockquote><p><em>»Wenn ihr zanken wollt und nicht tun, was ich haben will, so schlaft allein in eurer alten räuchrigen Hütte!«</em></p></blockquote>
<p>Undine verschwindet in die finstre Nacht und der Fischer erzählt Huldbrand, wie das Mädchen vor etwa fünfzehn Jahren in ihr Haus gekommen ist. Das Ehepaar hatte zu jener Zeit eine kleine Tochter, die ihr ganzes Glück war. Während der Fischer in der Stadt war, um seine Fische zu verkaufen, geschah ein großes Unglück: Das kleine Mädchen fiel vor den Augen der Mutter in den See und ward nie mehr gesehen. Kurz nach diesem tragischen Ereignis stand ein anderes kleines Mädchen von drei, vier Jahren vor ihrer Tür &#8212; mit reichen Kleidern, goldenen Haaren und völlig durchnässt.</p>
<blockquote><p><em>»Frau«, sagte ich, »uns hat niemand unser liebes Kind erretten können; wir wollen doch wenigstens an andern Leuten tun, was uns selig auf Erden machen würde, vermöchte es jemand an uns zu tun.«</em></p></blockquote>
<p>Die beiden nehmen das Kind anstelle ihres eigenen auf. Als sie es auf den Namen Dorothea (Gottesgabe) taufen lassen wollen, widerspricht die Kleine:</p>
<blockquote><p><em>»Undine sei sie von ihren Eltern genannt worden, Undine wolle sie auch ferner heißen.« </em></p></blockquote>
<p>Den Fischersleuten kommt dies nicht wie ein christlicher Name vor, und der Priester hat erst recht Einwände. Doch als er das hübsche, blondgelockte Mädchen vor sich sieht, kann er sich an keinen dieser Einwände mehr erinnern. Und so wird sie denn auf den seltsamen Namen Undine getauft. Nachdem der Fischer dies erzählt hat, macht er sich zusammen mit dem Ritter auf die Suche nach Undine, die in die stürmische Nacht geflüchtet war. Das Unwetter hat zu einer Überschwemmung geführt, wodurch die Spitze der Landzunge vom Rest abgeschnitten wurde. Auf diesem Inselchen sitzt Undine &#8212; und erwartet den tapferen Ritter Huldbrand:</p>
<blockquote><p><em>»Es ist der Himmel!«, sagte Huldbrand und umschlang inbrünstig küssend die schmeichelnde Schöne.</em></p></blockquote>
<p>Zurück in der Hütte erzählt Huldbrand seine Geschichte. Er hatte sich seit etwa acht Tagen in der Reichsstadt, jenseits des Waldes, aufgehalten. Dort hatte er (wie es sich für einen Ritter gehört) recht erfolgreich an Turnierkämpfen teilgenommen und &#8212; vor allem das &#8212; sein Herz an Bertalda, die schöne, aber hochmütige Pflegetochter des Herzogs, verloren. Bertalda wünschte als Liebesbeweis, dass er Nachricht bringt, »wie es im berüchtigten Forst aussieht.«  Der Ritter hielt das für eine einfache Aufgabe, wurde jedoch eines besseren belehrt. Der Wald scheint tatsächlich von Gnomen und Gespenstern bevölkert zu sein. Als sein Pferd vor Angst durchging und auf einen Abgrund zulief, meinte der Ritter einen langen weißen Mann zu sehen, der sich zwischen den Hengst und den Abgrund warf und ihn zum Stehen zwang. Doch zur Ruhe gekommen, stellte er fest, dass der weiße Mann in Wirklichkeit ein Bach war, der von einer Felswand stürzt.</p>
<p>An dieser Stelle macht Undine eine irritierende Bemerkung: »Danke, lieber Bach!« Das seltsame Paar &#8212; weißer Mann / Bach &#8212; wird auch später in der Geschichte immer wieder auftauchen. Der weiße Mann ist Undines Onkel Kühleborn, der seiner Nichte einen irdischen Ehemann zuführen will, damit diese etwas bekommt, das normalerweise kein Wesen seines Geschlechts besitzt: eine unsterbliche Seele. Und tatsächlich geht der Plan zunächst auf. Der Ritter kann wegen der Überflutung nicht sobald zurück, und schon bald will er das auch gar nicht mehr. Er fühlt sich wohl in der Fischerhütte, die Leute mögen ihn. Ohne, dass es ausgeprochen würde, sehen die Alten Undine und Huldbrand als Verlobte. Als sich eines Tages Pater Heilmann zur Hütte verirrt, bittet der Ritter ihn, sie zu trauen.</p>
<blockquote><p><em>Und während der ganzen Trauhandlung sah zu dem Fenster mir gegenüber ein ansehnlicher, langer Mann im weißen Mantel herein.</em></p></blockquote>
<p>Direkt nach der Trauung macht der Priester eine Bemerkung, mit der er ungewollt an Undines Ängste rührt. Undine weiß, dass sie durch ihre Heirat eine Seele bekommen wird, aber sie spürt auch das Schwere, Unfrohe, das der Seele anhhaften muss &#8212; denn würden die Menschen sonst so bekümmert dreinschaun, wenn es um die Seele geht? Deshalb fragt sie den Priester:</p>
<blockquote><p><em>»Es muss etwas Liebes, aber auch etwas höchst Furchtbares um eine Seele sein. Um Gott, mein frommer Mann, wär es nicht besser, man wurde ihrer nie teilhaftig?« [..]<br />
»Schwer muss die Seele lasten«, fuhr sie fort, da ihr doch niemand antwortete, »sehr schwer! Denn schon ihr annahendes Bild umschattet mich mit Angst und Trauer. Und ach, ich war so leicht, so lustig sonst!«<br />
</em></p></blockquote>
<p>Alle Anwesenden sind entsetzt, spüren einerseits das Fremde zwischen sich und Undine, andererseits aber auch ihre Arglosigkeit und Unschuld. Am nächsten Morgen jedenfalls besitzt auch Undine eine Seele, und die Zeit der Seelenpein ist noch ein gutes Stück entfernt. Sie offenbart ihrem Mann, dass sie ein Wassergeist, eben eine Undine ist, die Tochter eines Wasserfürsten, der für seine einzige Tochter etwas ganz besonderes wollte &#8212; eine Seele. Er, Huldbrand, ist es nun, dem sie ihre Seele verdankt, aber keinesfalls wolle sie ihn durch Lug und Trug an sich binden. Deshalb solle er nun wählen: sie zu verstoßen oder für immer als treu liebende Frau zu behalten.</p>
<p>Huldbrand wählt Letzteres, denn hier auf der Landzunge gibt es nichts, was ihn von Undine trennen könnte. Bald zieht er mit Undine in die Stadt, wo er vor kurzem noch Bertalda umworben hatte. Huldbrands langes Fortbleiben hat bereits Befürchtungen genährt, er sei im Gespensterwald umgekommen. Als er nun mit seiner schönen, jungen Frau auftaucht, wird er als Held gefeiert. Nur Bertalda freut sich nicht, und da sie zuvor ihre Sorge um Huldbrand so offen zur Schau getragen hat, kommt zur Eifersucht noch eine gewisse Peinlichkeit. Trotzdem fühlen sich die beiden Frauen auf mysteriöse Weise zueinander hingezogen.</p>
<p>Zufällig erfährt Undine von Kühleborn, dass es zwischen ihr und Bertalda tatsächlich ein starkes Band gibt: sie wurden als Kinder vertauscht; die Fischersleute sind also Bertaldas richtige Eltern. In der Annahme, Bertalda  eine große Freude zu bereiten, richtet sie für ihre Freundin ein Fest aus, auf dem sie ihr ihre Eltern vorstellt. Doch die auf ihren Status bedachte Bertalda reagiert ganz anders, als sich Undine hätte vorstellen können:</p>
<blockquote><p><em>Sie schalt Undinen, sie schalt die beiden Alten; die hässlichen Worte: »Betrügerin und erkauftes Volk!« rissen sich von ihren Lippen.</em></p></blockquote>
<p>Die durch die gegenseitige Sympathie in den Hintergrund getretene Eifersucht bricht sich Bahn. Die hochmütige Bertalda meint, Undine hätte diese Familienzusammenführung mit Eltern von niedrigem Stande inszeniert, um sie vor Huldbrand zu demütigen. Mit ihrer Szene schadet sie jedoch nur sich selbst: ihre leiblichen Eltern sind todtraurig, was für ein böses Weib ihre Tochter geworden ist. Ihre Pflegeeltern wenden sich rigoros von ihr ab, weil sie auf so boshafte Weise die Gefühle ihrer liebender Eltern verletzt hat. Die einzige, die nach allem noch zu Bertalda hält, ist Undine. Sie lädt Bertalda ein, mit ihr und Huldbrand nach Schloss Ringstetten zu ziehen, anstatt gemäß dem Willen ihrer Pflegeeltern in die Fischerhütte ihrer leiblichen Eltern.</p>
<p>Für diese Entscheidung muss Undine einen hohen Preis zahlen. Huldbrand zieht es immer stärker zu Bertalda, und Undines Tränen wecken in ihm höchstens Gewissensbisse, aber nicht die frühere Liebe. Neben der ganz und gar irdischen Eifersucht quält sie noch ein anderes Gefühl, nämlich die Sorge um Huldbrand, den sie trotz allem liebt. Sie weiß, dass ihr Onkel Kühleborn nicht tatenlos zusehen wird, wie sich seine Nichte wegen dem ihr Angetrauten die Augen ausweint. Entschlossen lässt sie deshalb den Burgbrunnen mit einem schweren Stein abdecken. Dieser Brunnen ist der einzige Zugang, über den Kühleborn zu ihnen kommen kann. Die Quellen weiter unten im Ort sind von Wassergeistern bewohnt, mit denen Kühleborn verfeindet ist. Erst weit entfernt in der Donau hat der Onkel wieder Macht.</p>
<p>Bertalda ist wegen dieser Maßnahme empört, hat sie doch das Wasser des Burgbrunnens als Schönheitsmittel für sich entdeckt. Doch nachdem Undine den Grund ihrer Anweisung gegenüber Huldbrand offenbart hat, unterstützt der ihre Anweisung und erkennt die Großmut und Güte seiner Ehefrau. Seine Gunst neigt sich nun wieder stärker Undine zu. Undine beschwört ihren Mann, eines NIEMALS zu tun: sie zu schelten, während sie sich im Machtbereich der Wassergeister befinden.</p>
<p>Einige Monate nach dieser Wendung findet die Dreiecksgeschichte ihr tragisches Ende. Huldbrand und die beiden Frauen machen einen Ausflug auf der Donau, also dort, wo Kühleborn Macht über sie besitzt. Der Ritter hat wieder mit Bertalda angebändelt, sodass die Stimmung bereits getrübt ist. Die Situation eskaliert, als Bertalda, erschreckt von dem bereits zürnenden Kühleborn, ihre Halskette &#8212; ein Geschenk von Huldbrand &#8212; ins Wasser fallen lässt. Undine will Bertalda als Ersatz eine Korallenkette schenken, die sie schnell aus der Donau fischt. Huldbrand verliert die Beherrschung und schreit seine Frau an &#8212; was er NIE hätte tun dürfen. Undine entschwindet in der Donau.</p>
<p>Eine zeitlang trauert Huldbrand und erkennt seine Schuld. Doch nicht allzu lange, und bald will er Bertalda heiraten. Pater Heilmann, der Huldbrands erste Ehe geschlossen hatte, verweigert ihm den Segen &#8212; denn Undine ist zwar verschwunden, aber doch ohne Beweis ihres Todes. Huldbrand findet einen anderen Geistlichen, der Trauung vornimmt. Doch bevor er sich ins Hochzeitsbett zu Bertalda legen kann, steigt Undine aus dem Burgbrunnen und küsst ihren treulosen Ehemann zu Tode.</p>
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		<title>Die Brautprinzessin</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 05:37:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuerliches]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne Phantastik]]></category>
		<category><![CDATA[Märchenhaftes]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Parodie]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>William Goldman</strong> ♦ S. Morgensterns klassische Erzählung von wahrer Liebe und edlen Abenteuern. Die Ausgabe der »spannenden Teile«. leider vergriffen, deshalb hier <a href="http://www.habenichtse.de/marchen/die-brautprinzessin/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Roman von William Goldman<br />
Erstveröffentlichung 1973<br />
Originaltitel <em>The Princess Bride</em></p>
<p>Der längliche Untertitel des Buches ist verdächtig: <em>S. Morgensterns klassische Erzählung von wahrer Liebe und edlen Abenteuern. Die Ausgabe der »spannenden Teile«.</em> Häh? Nachdem man die ersten Seiten ein paar mal vor und zurück geblättert hat (Wo geht&#8217;s denn nun richtig los?), ist zumindest klar, dass man hier eine dreiste Parodie vor sich hat: Goldman behauptet, als zehnjähriger, leseunlustiger Junge von seinem Vater mit Morgensterns klassischer Erzählung (von wahrer Liebe usw.) in die Welt der Literatur eingeführt worden zu sein. Nun möchte er seinem eigenen, dickwanstigen Sohn mit diesem Buch das gleiche Geschenk machen. Als der Funke nicht so recht auf den kleinen Dickwanst überspringen will, erkennt Goldman, wo die Schwächen des Buches liegen: Der Text hat so seine Längen, die sein Vater wohlweislich beim Vorlesen ausgelassen hat. Also machte sich Goldman ans Kürzen und Bearbeiten, und das Ergebnis ist der vorliegende Text. Behauptet Goldman.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Die Geschichte spielt im Königreich Florin, was irgendwo zwischen Deutschland und Schweden liegt und außerdem an den verfeindeten Staat Guldern grenzt. Ein florinesisches Mädchen namens Butterblume wächst auf dem Bauernhof ihrer Eltern zur schönsten Frau der Welt heran. Am Anfang fällt das kaum auf, u.a., weil sie sich ungern wäscht und kämmt, aber auch, weil selten jemand vorbeikommt. Trotzdem ist sie bald schon wenigstens unter den ersten zwanzig. Den Stallburschen mag sie, weil er auch gerne reitet, aber vor allem wahrscheinlich, weil er immer so schön sagt: »Wie Du wünschst, Butterblume«. Die Geschichte von der wahren Liebe und den edlen Abenteuern beginnt an dem Tag, als der Graf und die Gräfin (eine extrem elegante Frau) dem Bauernhof einen Besuch abstatten. Butterblume hat sehr wohl bemerkt, wie die Gräfin den Stallburschen angeschaut hat. Und sie begreift (nach kurzem Nachdenken) sehr wohl, <em>warum</em> die Gräfin den Stallburschen so angeschaut hat. Von dieser Erkenntnis braucht es nur ein paar Augenblicke, bis Butterblume alles klar ist, was den Stallburschen betrifft. Und da dies ein Märchen über wahre Liebe ist, fackelt sie nicht lange und gesteht:</p>
<blockquote><p><em>»Ich liebe dich«, sagte Butterblume. »Ich weiß, das muss dir jetzt ein bisschen überraschend kommen, denn ich habe dich immer nur verlästert und heruntergemacht und gequält, aber jetzt liebe ich dich schon seit mehreren Stunden &#8230;</em>«</p></blockquote>
<p>Der Stallbursche, um es kurz zu machen, liebt Butterblume auch. Aber da es nicht nur um wahre Liebe geht, sondern auch um edle Abenteuer, können sich die beiden jetzt noch nicht kriegen. Westley (so heißt der Stallbursche) reist nach Amerika, um dort sein Glück zu machen &#8230; und wenn er genug Geld gespart hat, holt er Butterblume nach.</p>
<p>Dummerweise kommt Westley auf der Überfahrt zu Tode. Butterblume verschließt ihr Herz und willigt in eine Vernunftehe mit Prinz Humperdinck ein. Der braucht einen männlichen Nachkommen, und da er sowieso heiraten muss, kann es gern auch Butterblume sein, die inzwischen tatsächlich die schönste Frau der Welt ist. Bald nach ihrer Verlobung wird Butterblume von drei bezahlten Kidnappern entführt &#8212; und der Auftraggeber ist niemand anders als Prinz Humperdinck. Der hat mit Butterblume offenbar anderes im Sinn als die Zeugung von Nachkommen: Er will sie ermorden lassen, den Mord den Gulderanern in die Schuhe schieben und unter diesem Vorwand einen Krieg anzetteln.</p>
<p>Glücklicherweise ist Westley gar nicht wirklich auf der Überfahrt zu Tode gekommen, sondern Pirat geworden. Und da es hier um wahre Liebe geht, kommt er um seine Liebste  zu retten. Einen nach dem anderen erledigt er Butterblumes Entführer: den Meisterfechter Inigo mit dem Degen, den Riesen Fezzik mit den Fäusten und den listigen Vizzini mit Köpfchen. Die beiden Erstgenannten überleben die Begegnung. Butterblume und Westley haben sich nun zwar gefunden, aber sie stecken in argen Schwierigkeiten. Prinz Humperdinck gibt sich nicht geschlagen, und es gelingt ihm, Westley gefangen zu nehmen. Butterblume sieht ihrer Hochzeit mit dem fiesen Prinzen entgegen.</p>
<p>Währenddessen wird Westley im Todeszoo, dem perversen Gefängnis des Prinzen, gefoltert. Der Todeszoo ist eine Erfindung des sadistisch veranlagten und dem Prinzen treu ergebenen Grafen Rugen. Diesmal stirbt Westley wirklich, und der Prinz schmiedet weiter an seinem Plan, Butterblume zu emorden, den Mord den Gulderanern in die Schuhe zu schieben und unter diesem Vorwand einen Krieg anzuzetteln. Vereitelt wird dies durch die beiden Loser Inigo und Fezzik. Sie befreien Westley (der leider inzwischen tot ist), bringen seine Leiche zu einem Wunderheiler (der ihn wiederbelebt) und besiegen zusammen mit dem neben sich stehenden Superman Westley den fiesen Prinzen und den sadistischen Grafen.</p>
<p>Kurz vor Schluss kriegen sich Butterblume und Westley also doch noch, aber dann &#8230; <img src='http://www.habenichtse.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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