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	<title>Website der Habenichtse &#187; Parodie</title>
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	<description>Fantastische Literatur &#38; Science Fiction</description>
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		<title>Per Anhalter durch die Galaxis</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 19:39:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Parodie]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Douglas Adams</strong> ♦ Am Morgen soll Arthur Dents Haus einer Umgehungsstraße Platz machen, am Abend ist er der einzige Überlebende eines Planeten namens Erde und reist mit seinem außeirdischen Freund Ford Prefect per Anhalter durch die Galaxis. <a href="http://www.habenichtse.de/science-fiction/per-anhalter-durch-die-galaxis/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Roman von <a href="http://www.habenichtse.de/biografie/douglas-adams/" target="_self">Douglas Adams<br />
</a> Originaltitel »The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy«<br />
Erstveröffentlichung 1979, erste deutsche Ausgabe 1981</p>
<p>Ursprünglich schrieb Douglas Adams die schrägen Geschichten um Arthur Dent, Ford Prefect, Zaphod Beeblebrox &amp; Co. als Hörspielserie für die BBC. Wenig später entwickelte er hieraus eine Romanreihe, die den gleichen Titel wie ihr (in diesem Artikel beschriebener) erster Teil trägt. Die Romane erlangten schnell Kultstatus; es entstand eine Fernsehserie, ein Film, ein Musical, eine Bühnenfassung, ein Computerspiel &#8230;</p>
<p>»Per Anhalter durch die Galaxis ist« außerdem der Titel des fiktiven elektronischen Nachschlagwerkes, das der galaktische Anhalter Ford Prefect mit sich führt, während er gleichzeitig für dessen Aktualisierung recherchiert.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p><strong>Der letzte Morgen der Erde</strong></p>
<p>Der Roman beginnt mit einem höchst unwahrscheinlichen Ereignis im Leben von Arthur Dent, einem ganz normaler Engländer. In dessen Vorgarten stehen eines Morgens mehrere Bulldozer, denn Arthurs Haus soll einer Umgehungsstraße Platz machen. Der protestiert natürlich wie unter solchen Umständen zu erwarten, doch hält sich die Geschichte nicht lange mit diesem vergleichsweise harmlosen Vorspiel auf. Rein zufällig ist nämlich für den gleichen Tag die Sprengung der Erde angesetzt, die einer galaktischen Umgehungstraße Platz machen soll. Zwar muss Arthur Dent noch erleben, wie sein Haus von den Bulldozern plattgemacht wird, doch kurze Zeit später ist er der einzige Erdling, der beim Untergang der Erde mit heiler Haut davonkommt.</p>
<p>Zu verdanken hat er dies seinem langjährigen Freund Ford Prefect, der &#8212; wie sich nun herausstellt &#8212; gar nicht aus dem Provinznest Guildford stammt &#8230; sondern von einem kleinen Planeten in der Nähe des Sterns Beteigeuze! Vor ca. 15 Jahren hat es Ford Prefect auf die Erde verschlagen, und dummerweise war er da hängengeblieben. Unerkannt, versteht sich. Als nun der Zerstörungstrupp vor der Erde aufkreuzt, ist Ford Prefect der Einzige, der das Unheil kommen sieht (dank eines kleinen Gerätes, das er im Brustbeutel bei sich trägt: dem Sub-Etha-Sens-O-Matic). Außerdem weiß er, wie man es anstellt, als Anhalter auf fremden Raumschiffen durchs Universum zu kommen.</p>
<p><strong>Vogonen</strong></p>
<p>Das Kommando auf den Zerstörern (sozusagen das galaktische Pendant zu den Bulldozern) haben Vogonen, also Vertreter einer der ungehobeltsten, unangenehmsten und unfreundlichsten Rassen der Galaxis. Selbstverständlich nehmen Vogonen NIE Anhalter mit, aber zum Glück haben sie ein paar freundliche Dentrassis angeheuert, die das Catering besorgen. Und so befindet sich Arthur Dent in Begleitung seines weitgereisten Freundes Ford Prefect an Bord eines vogonischen Raumschiffes, als die Erde zu Staub zerfällt.</p>
<p>Arthur, der am Morgen des gleichen Tages noch ein ganz normaler Bürger Englands war, versteht erst mal nur Bahnhof. Jedenfalls versteht er kein vogonisch. Was das betrifft, weiß Ford Prefect Rat: Er empfiehlt Arthur, sich einen kleinen gelben Fisch &#8212; den Babelfisch &#8212; ins Ohr zu stecken und besorgt dies angesichts Arthurs verständlicher Weigerung gleich selbst. Was die beiden blinden Passagiere aus der Kommandozentrale zu hören bekommen, verspricht neuen Ärger. Ein  sicherer Ort ist ein vogonisches Raumschiff für blinde Passagiere jedenfalls nicht. Die werden im Falle ihrer Entdeckung kurzerhand im Weltraum entsorgt &#8212; wenn sie Glück haben. Wenn sie kein Glück haben, bekommen sie vorher Kostproben vogonischer Dichtkunst zu hören. Arthur und Ford haben (nach so viel Glück!) in diesem Punkt kein Glück, und Ford, der sich auskennt, windet sich bereits vor der Vollstreckung des Urteils angesichts der zu erwartenden Qualen.</p>
<p><strong>Per Anhalter durch die Galaxis</strong></p>
<p>Dass sich Ford mit allem so gut auskennt, verdankt er nicht zuletzt dem Reiseführer <em>Per Anhalter durch die Galaxis</em>, der (neben einem Handtuch) zu den absolut unentbehrlichen Utensilien auf galaktischen Reisen gehört. Als Printprodukt würde dieser Reiseführer mehrere Lagerhallen füllen, was natürlich äußerst unpraktisch und deshalb unüblich ist. Ford Prefects Reiseführer ist ein hübsches kleines E-Book, leider in manchen Punkten nicht ganz aktuell. Beispielsweise ist Arthur Dent ziemlich enttäuscht über den Eintrag zu seinem mittlerweile nicht mehr existierenden Heimatplaneten: <em>harmlos</em> ist das einzige, was das schlaue Buch über die Erde zu vermelden hat. Nicht minder enttäuschend ist die überarbeitete Version des Artikels, die Ford Prefect nach immerhin 15 Jahren Erdaufenthalt vorlegt: <em>größtenteils harmlos</em> heißt es jetzt &#8230;</p>
<p>Ehe Arthur Dent dazu kommt, sich über so viel Ignoranz aufzuregen, sieht er sich schon wieder vor existenzielle Probleme gestellt. Die fiesen Vogonen fackeln nicht lange, bringen ein paar ihrer grässlich dilletantischen Verse zu Gehör und werfen die beiden Gefolterten anschließend durch eine Luke in den Weltraum. Eigentlich das sichere Ende, aber durch einen ganz und gar unwahrscheinlichen Zufall kommt just in diesem Moment an diesem Ort ein ganz besonderes Raumschiff vorbei: die »Herz aus Gold«.</p>
<p><strong>Die »Herz aus Gold« </strong></p>
<p>Die »Herz aus Gold« ist das erste und einzige Raumschiff der Galaxis, das mit einem völlig neuartigen, revolutionären Antrieb, dem unendlichen Unwahrscheinlichkeitsdrive, ausgerüstet ist. Da sich dieses Raumschiff in einem Nichtsigstel einer Sekunde von A nach B bewegen kann, ist es &#8212; vereinfacht gesagt &#8212; zu jedem Zeitpunkt an jedem beliebigen Ort des Universums. So gesehen war es also gar nicht so unwahrscheinlich, dass Arthur Dent und Ford Prefect von der »Herz aus Gold« gerettet wurden. Allerdings gibt es ein paar weitere seltsame Zufälle, die das Geschehen als Ganzes ziemlich unwahrscheinlich aussehen lassen. Das Kommando auf der »Herz aus Gold« hat Zaphod Beeblebrox, der Präsident des Galaktischen Imperiums. Genauer ist er zu diesem Zeitpunkt wohl schon Ex-Präsident. Denn obwohl das Raumschiff im Auftrag des Galaktischen Imperiums (also wohl des Präsidenten?) gebaut wurde, hat Zaphod Beeblebrox die »Herz aus Gold« geklaut &#8230; schlimmer noch: er hat sich überhaupt nur um die Präsidentschaft beworben, um sich eine gute Gelegenheit zu verschaffen, die »Herz aus Gold« zu stehlen. Davon abgesehen ist Zaphod der Erfinder des Pangalaktischen Donnergurglers (d.i. der schärfste Drink des Universums) sowie ein Halbcousin von Ford Prefect, was vielleicht einiges erklärt. Außerdem an Bord befindet sich das von der Erde stammende Mädchen Trillian, das einen Doktor in Mathematik und einen in Astrophysik hat. Ihr Spezialgebiet ist das Rechnen mit Unwahrscheinlichkeiten. Und &#8212; noch ein Zufall &#8212; vor nicht allzu langer Zeit hatte Arthur Dent dieses Mädchen auf einer Party erfolglos angebaggert. Komplettiert wird die Besatzung durch den ewig mürrischen Roboter Marvin.</p>
<p><strong>Magrathea<br />
</strong></p>
<p>Kaum gerettet, schweben Arthur Dent und Ford Prefect scheinbar schon wieder in Lebensgefahr, denn sie schweben mit der »Herz aus Gold« über dem Planeten Magrathea und werden von dort aus angegriffen. Was insofern seltsam ist, als der Planet seit ca. 5 Millionen Jahren als ausgestorben gilt. Angeblich hat es mit Magrathea folgende Bewandnis: Seine Bewohner stellten einst, als das Universum noch reich war, auf Kundenwünsche zugeschnittene Planeten her, also ausgesprochene Luxusgüter. Durch diese Industrie wurde Magrathea unermesslich reich, der Rest des Universums allerdings immer ärmer. Irgendwann brach das galaktische Wirtschaftssystem zusammen und auch Magrathea musste einpacken. Die gehorteten Reichtümer sollen sich aber angeblich noch immer in den unterirdischen Werkstätten stapeln &#8212; und genau deshalb wollte Zaphod Beeblebrox dorthin.</p>
<p>Der Angriff entpuppt sich jedenfalls als ziemlich harmlos, denn die beiden auf die »Herz aus Gold« abgefeuerten Raketen werden irgendwie zu einem Walfisch und einem Petunientopf. (Überhaupt beginnt die Handlung an diesem Punkt etwas wirr zu werden.) Zaphod, Trillian und Ford steigen durch einen Krater, den der auf der Planetenoberfläche eingeschlagene Wal hinterlassen hat, ins Planeteninnere ab. Weit kommen sie nicht, denn sie werden durch ein Gas betäubt. Arthur bleibt an der Oberfläche und lernt einen sehr alten Einheimischen kennen, der ihm nicht nur einiges über Magrathea sondern auch Unglaubliches über die Erde und ihre Bewohner mitzuteilen hat. Marvin verkrümelt sich, wird sich aber zum Schluss durch sein sauertöpfisches Wesen als die Rettung erweisen.</p>
<p><strong>Deep Thought und Die Große Antwort</strong></p>
<p>Was der Alte (sein Name ist Saltibartfaß) mitzuteilen hat, ist zusammengefasst Folgendes:</p>
<ol>
<li>Auch die Erde wurde einst auf Magrathea gebaut.</li>
<li>Entworfen wurde sie von einem sagenumwobenen Supercomputer namens Deep Thought.</li>
<li>Deep Thought selbst war vor vielen Millionen Jahren von einer Rasse hyperintelligenter, pandimensionaler Wesen entworfen worden, um die Große Frage (nach dem Sinn des Lebens, dem Universum und ALLEM) ein für allemal zu beantworten.</li>
<li>Nach etlichen Millionen Jahren unentwegten Rechnens lautet die ergreifende Antwort von Deep Thought: <strong>Zweiundvierzig (42).</strong></li>
<li>Diese Antwort erschien der gebannt wartenden Menge nicht wirklich befriedigend. Deep Thought weiß sich aber zu verteigen: Das Problem bestehe wohl eher darin, dass die zugrundeliegende Frage nicht so recht klar ist.</li>
<li>Um die zugehörige Frage zu berechnen, reicht Deep Thoughts Rechenkapazität nach eigener Aussage nicht aus. Er ist aber bereit und in der Lage, den Entwurf für einen viel größeren Supercomputer zu berechnen, der in der Lage sein wird, die Frage zu berechnen.</li>
<li>Dieser Rechner heißt Erde, und er wird auf Magrathea gebaut (siehe 1.).</li>
<li>Kurz bevor der Supercomputer namens Erde die Große Frage gefunden hat, wird er wegen einer  Umgehungsstraße von zweifelhaftem Nutzen gesprengt (siehe &#8220;Der letzte Morgen der Erde&#8221;).</li>
</ol>
<p><strong>Menschen, Mäuse und Delphine</strong></p>
<p>Das alles ist für Arthur Dent, den (fast) einzigen Überlebenden der Erde, schwer zu verkraften. Dazu kommt dann noch die Enthüllung, dass die Menschen lediglich die drittintelligenteste Art auf der Erde waren. Auf Platz 2 liegen (vielleicht nicht ganz überraschend) die Delphine, die im Gegensatz zu den Menschen das nahende Ende der Erde gespürt haben. Ihre Versuche, sich den Menschen mitzuteilen, blieben jedoch von diesen unverstanden, und am Ende blieb ihnen nur noch die Flucht. Nicht ohne einen letzten, freundlichen Gruße: <em>Macht&#8217;s gut und danke für den Fisch.</em></p>
<p>Auf Platz 1 die Riesenüberraschung: Mäuse, und zwar die weiße Sorte, die üblicherweise für Laborversuche verwendet wurde. Sie waren die eigentlichen Herren der Erde, und zwei Exemplare haben die totale Zerstörung des Planeten überlebt: als Trillians possierliche Haustierchen an Bord der »Herz aus Gold«. Clever wie sie sind, haben Benjy und Frankie bereits einen Vertrag mit einem Fernsehsender in der Tasche, wo sie die Große Frage in einer Talkshow enthüllen wollen. Nur leider wissen sie die Frage nicht, denn der Supercomputer Erde ist bekanntlich nicht ganz fertig geworden mit seiner Aufgabe. Sie setzen all ihre Hoffnung auf Arthur Dent, den Erdling, den sie als organischen Bestandteil des Biocomputers Erde betrachten. Genauer gesagt wollen sie sein Gehirn, in Scheiben geschnitten.</p>
<p><strong>Showdown mit Marvin</strong></p>
<p>Arthur und seine Gefährten, die mittlerweile aus ihrer Narkose erwacht sind, wollen nur eins, nämlich schnellstmöglich weg von Magrathea. Das Problem sind nicht allein die Mäuse, sondern auch die galaktischen Polizisten, die Zaphod Beeblebrox wegen des Diebstahls der Herz aus Gold auf den Fersen sind und dabei von ihren Schusswaffen Gebrauch machen. Plötzlich hört die Schießerei auf, weil die Beatmungscomputer der Polizisten aus- und die Polizisten tot umgefallen sind. Nichts geschieht ohne Grund: Grund für den Ausfall der Beatmungscomputer ist der Ausfall des Hauptcomputers im Raumschiff der Polizisten. Verantwortlich hierfür ist der depressive Roboter Marvin, der seine trüben Ansichten über des Leben an den Hauptcomputer übertragen hat (weil ihm langweilig war), woraufhin das Raumschiff Selbstmord verübte. Was für ein Ende!</p>
<p>Aber die Helden haben jetzt Hunger auf einen kleinen Imbiss im Restaurant am Ende des Universums.</p>
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		<title>Die Brautprinzessin</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 05:37:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuerliches]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne Phantastik]]></category>
		<category><![CDATA[Märchenhaftes]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Parodie]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>William Goldman</strong> ♦ S. Morgensterns klassische Erzählung von wahrer Liebe und edlen Abenteuern. Die Ausgabe der »spannenden Teile«. leider vergriffen, deshalb hier <a href="http://www.habenichtse.de/marchen/die-brautprinzessin/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Roman von William Goldman<br />
Erstveröffentlichung 1973<br />
Originaltitel <em>The Princess Bride</em></p>
<p>Der längliche Untertitel des Buches ist verdächtig: <em>S. Morgensterns klassische Erzählung von wahrer Liebe und edlen Abenteuern. Die Ausgabe der »spannenden Teile«.</em> Häh? Nachdem man die ersten Seiten ein paar mal vor und zurück geblättert hat (Wo geht&#8217;s denn nun richtig los?), ist zumindest klar, dass man hier eine dreiste Parodie vor sich hat: Goldman behauptet, als zehnjähriger, leseunlustiger Junge von seinem Vater mit Morgensterns klassischer Erzählung (von wahrer Liebe usw.) in die Welt der Literatur eingeführt worden zu sein. Nun möchte er seinem eigenen, dickwanstigen Sohn mit diesem Buch das gleiche Geschenk machen. Als der Funke nicht so recht auf den kleinen Dickwanst überspringen will, erkennt Goldman, wo die Schwächen des Buches liegen: Der Text hat so seine Längen, die sein Vater wohlweislich beim Vorlesen ausgelassen hat. Also machte sich Goldman ans Kürzen und Bearbeiten, und das Ergebnis ist der vorliegende Text. Behauptet Goldman.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Die Geschichte spielt im Königreich Florin, was irgendwo zwischen Deutschland und Schweden liegt und außerdem an den verfeindeten Staat Guldern grenzt. Ein florinesisches Mädchen namens Butterblume wächst auf dem Bauernhof ihrer Eltern zur schönsten Frau der Welt heran. Am Anfang fällt das kaum auf, u.a., weil sie sich ungern wäscht und kämmt, aber auch, weil selten jemand vorbeikommt. Trotzdem ist sie bald schon wenigstens unter den ersten zwanzig. Den Stallburschen mag sie, weil er auch gerne reitet, aber vor allem wahrscheinlich, weil er immer so schön sagt: »Wie Du wünschst, Butterblume«. Die Geschichte von der wahren Liebe und den edlen Abenteuern beginnt an dem Tag, als der Graf und die Gräfin (eine extrem elegante Frau) dem Bauernhof einen Besuch abstatten. Butterblume hat sehr wohl bemerkt, wie die Gräfin den Stallburschen angeschaut hat. Und sie begreift (nach kurzem Nachdenken) sehr wohl, <em>warum</em> die Gräfin den Stallburschen so angeschaut hat. Von dieser Erkenntnis braucht es nur ein paar Augenblicke, bis Butterblume alles klar ist, was den Stallburschen betrifft. Und da dies ein Märchen über wahre Liebe ist, fackelt sie nicht lange und gesteht:</p>
<blockquote><p><em>»Ich liebe dich«, sagte Butterblume. »Ich weiß, das muss dir jetzt ein bisschen überraschend kommen, denn ich habe dich immer nur verlästert und heruntergemacht und gequält, aber jetzt liebe ich dich schon seit mehreren Stunden &#8230;</em>«</p></blockquote>
<p>Der Stallbursche, um es kurz zu machen, liebt Butterblume auch. Aber da es nicht nur um wahre Liebe geht, sondern auch um edle Abenteuer, können sich die beiden jetzt noch nicht kriegen. Westley (so heißt der Stallbursche) reist nach Amerika, um dort sein Glück zu machen &#8230; und wenn er genug Geld gespart hat, holt er Butterblume nach.</p>
<p>Dummerweise kommt Westley auf der Überfahrt zu Tode. Butterblume verschließt ihr Herz und willigt in eine Vernunftehe mit Prinz Humperdinck ein. Der braucht einen männlichen Nachkommen, und da er sowieso heiraten muss, kann es gern auch Butterblume sein, die inzwischen tatsächlich die schönste Frau der Welt ist. Bald nach ihrer Verlobung wird Butterblume von drei bezahlten Kidnappern entführt &#8212; und der Auftraggeber ist niemand anders als Prinz Humperdinck. Der hat mit Butterblume offenbar anderes im Sinn als die Zeugung von Nachkommen: Er will sie ermorden lassen, den Mord den Gulderanern in die Schuhe schieben und unter diesem Vorwand einen Krieg anzetteln.</p>
<p>Glücklicherweise ist Westley gar nicht wirklich auf der Überfahrt zu Tode gekommen, sondern Pirat geworden. Und da es hier um wahre Liebe geht, kommt er um seine Liebste  zu retten. Einen nach dem anderen erledigt er Butterblumes Entführer: den Meisterfechter Inigo mit dem Degen, den Riesen Fezzik mit den Fäusten und den listigen Vizzini mit Köpfchen. Die beiden Erstgenannten überleben die Begegnung. Butterblume und Westley haben sich nun zwar gefunden, aber sie stecken in argen Schwierigkeiten. Prinz Humperdinck gibt sich nicht geschlagen, und es gelingt ihm, Westley gefangen zu nehmen. Butterblume sieht ihrer Hochzeit mit dem fiesen Prinzen entgegen.</p>
<p>Währenddessen wird Westley im Todeszoo, dem perversen Gefängnis des Prinzen, gefoltert. Der Todeszoo ist eine Erfindung des sadistisch veranlagten und dem Prinzen treu ergebenen Grafen Rugen. Diesmal stirbt Westley wirklich, und der Prinz schmiedet weiter an seinem Plan, Butterblume zu emorden, den Mord den Gulderanern in die Schuhe zu schieben und unter diesem Vorwand einen Krieg anzuzetteln. Vereitelt wird dies durch die beiden Loser Inigo und Fezzik. Sie befreien Westley (der leider inzwischen tot ist), bringen seine Leiche zu einem Wunderheiler (der ihn wiederbelebt) und besiegen zusammen mit dem neben sich stehenden Superman Westley den fiesen Prinzen und den sadistischen Grafen.</p>
<p>Kurz vor Schluss kriegen sich Butterblume und Westley also doch noch, aber dann &#8230; <img src='http://www.habenichtse.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Ensel und Krete</title>
		<link>http://www.habenichtse.de/marchen/ensel-und-krete/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 07:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Märchenhaftes]]></category>
		<category><![CDATA[Parodie]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Walter Moers</strong> ♦ Ensel und Krete verlaufen sich im Wald. Altes Märchen neu erzählt von Hildegunst von Mythemetz, dem größten Dichter Zamoniens. <a href="http://www.habenichtse.de/marchen/ensel-und-krete/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Märchenparodie von Walter Moers<br />
Erstveröffentlichung 2000</p>
<p>Obwohl einiges auf Walter Moers als Autor hindeutet, gibt der sich ganz bescheiden als Übersetzer eines gewissen Hildegunst von Mythenmetz, dem auch hierzulande nicht mehr ganz unbekannten größten Dichter Zamoniens. Hildegunst von Mythenmetz ist ein mehrere Hundert Jahre alter Lindwurm und der Verfasser einiger weiterer von Moers übersetzter Romane, die allesamt in Zamonien spielen (Die 13½ Leben des Käpt&#8217;n Blaubär, Rumo &amp; die Wunder im Dunkeln, Die Stadt der träumenden Bücher, Der Schrecksenmeister). Dass von Mythenmetz hin und wieder von der eigentlichen Geschichte abschweift, wird den Leser kaum stören, denn Moers ist ein hervorragender Übersetzer <img src='http://www.habenichtse.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wo er Verständnisschwierigkeiten vermutet, zitiert er aus Professor Abdul Nachtigallers »Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens<em>«.</em> Unzweifelfhaft aus Moers&#8217; Feder stammt die dem Roman beigefügte »Halbe Biographie des Hildegunst von Mythenmetz«.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Ensel und Krete sind Bruder und Schwester (Zwillinge gar) und verirren sich wie das bekannte Geschwisterpaar Hänsel und Gretel im dunklen Wald. Bevor sie wieder zurück zu ihren Eltern finden, begegnen sie etlichen Vertretern der unangenehmsten zamonischen Daseinsformen, gegen die die Grimmsche Hexe in ihrem Pfefferkuchenhäuschen eine schrullige alte Dame ist.</p>
<p>Das ist kein Wunder, denn das Märchen von Ensel und Krete spielt in einem ganz besonderen Wald: dem Großen Wald im Nordwesten Zamoniens. Der Große Wald ist die Heimat der Buntbären und das liebste Urlausbsziel der übrigen Zamonier. Jedenfalls der anständigen. Denn die Buntbären achten peinlich auf Ordnung und Sauberkeit, scheuen keine Mühe, um ihren Gästen einen ordentlich durchorganisierten Urlaub zu bieten (inklusive diverser harmloser Belustigungen) und haben dabei meist auch noch ein militant-fröhliches Lied auf den Lippen. Wer so etwas amüsant findet, ist genau richtig in Bauming, wo auch die Familie von Ensel und Krete Quartier genommen hat. Die Famile gehört der extrem friedfertigen und harmoniebedürftigen zamonischen Daseinsform der Fhernhachenzwerge an. Für Fhernhachenzwerge ist Bauming definitiv das Richtige.</p>
<p>Ensel und Krete finden das standardisierte Urlaubsprogramm allerdings bald langweilig. Jeden Tag Himbeeren pflücken und auch das nur unmittelbar von einem der überaus gepflegten Waldwege aus? Denn das Verlassen der Wege ist streng verboten &#8212; und sehr gefährlich. Ensel, zwar ein Fhernhachenzwerg aber immerhin ein Junge, möchte wenigstens einmal RICHTIG in den Wald hinein laufen und auf einen Baum klettern. Als Krete zu bedenken gibt, man könnte sich verlaufen (und dann &#8230;), hat er eine tolle Idee (die schon in früheren Märchen nicht funktioniert hat): Sie markieren ihren Weg im Großen Wald mit Himbeeren. Ensel findet bald eine einladende Eiche, aber das Hochklettern erweist sich als schwieriger als gedacht. Anderthalb Meter vielleicht, dann befindet er:</p>
<blockquote><p><em> &#8230; »Wir gehen zurück.«<br />
»Wo sind die Himbeeren?« fragte Krete.</em></p></blockquote>
<p>Tja. Weg, aufgefuttert. Ensel und Krete haben sich verlaufen und es wird dunkel.  Es beginnt das vermutlich größte Abenteuer, dass zwei Fhernhachenkinder je erlebt haben. Sie begegnen unter anderem</p>
<ul>
<li>einem Laubwolf: frisst kleine Kinder und kann Bäume hochklettern, ist aber wahrscheinlich nur eine Halluzination,</li>
<li>einem Stollentroll: ist durch und durch verlogen, deshalb extrem unbeliebt. Weil ihn keiner mag, ist er durch und durch fies.</li>
<li>Geheimförstern: Buntbären mit speziellen Aufgaben, vermutlich ebenfalls halluziniert,</li>
<li>einem Meteor: besitzt telephatische Kräfte und schickt Ensel auf eine Reise durch Zeit und Raum,</li>
<li>und vor allem: der Waldspinnenhexe!!!</li>
</ul>
<p>Die Pflanzen sind in den seltensten Fällen grün, können manchmal sprechen und sind in einigen Fällen äußerst aggressiv. Zum Beispiel das Treibgras, in dem Krete um ein Haar ein trauriges Ende gefunden hätte. Pilze sind immer giftig bzw. sehen zumindest so aus. Ihre Ausdünstungen wirken halluzinogen, und sie scheinen in irgendeiner Verbindung mit der Waldspinnenhexe zu stehen, die die Kinder in ihr Haus lockt. Um sie zu verspeisen natürlich, und zwar nicht einfach so, sondern auf gar gruselige Art.</p>
<p>Zum Glück werden Ensel und Krete am Ende von Boris Boris gerettet, einem blonden, ziemlich bekloppten Buntbären. Und wenn sie nicht gestorben sind &#8230;</p>
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