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	<title>Website der Habenichtse &#187; Wunsch</title>
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	<description>Fantastische Literatur &#38; Science Fiction</description>
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		<title>Das Böse kommt auf leisen Sohlen</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 07:42:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Moderne Phantastik]]></category>
		<category><![CDATA[Schauerliches]]></category>
		<category><![CDATA[Individuum]]></category>
		<category><![CDATA[Wunsch]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Ray Bradbury</strong> ♦ Wenige Tage im Herbst vertreiben zwei dreizehnjährige Jungen aus einer Welt, in der es nur Gutes gibt.  <a href="http://www.habenichtse.de/gothic-fiction/das-bose-kommt-auf-leisen-sohlen/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Roman von <a href="http://www.habenichtse.de/biografie/ray-bradbury/" target="_self">Ray Bradbury</a><br />
Originaltitel »Something Wicked This Way Comes«, Erstveröffentlichung 1962<br />
deutsche Erstveröffentlichung 1969</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Die Handlung spielt in einer idyllischen amerikanischen Kleinstadt und zu einer Zeit, die um ein paar Jahrzehnte vor der Entstehungszeit liegen dürfte. Im Mittelpunkt stehen zwei dreizehnjährige Jungen, die im Abstand von nur einem Tag geboren wurden, deren Häuser unmittelbar benachbart sind und die, seit sie auf der Welt sind, so gut wie jeden Tag zusammen verbracht haben. Freunde fürs Leben wie es scheint, die nichts trennen kann. Doch in den wenigen Oktobertagen, von denen die Geschichte erzählt, wird ihr Zusammenhalt auf eine erste ernste Probe gestellt, die ihnen auch zeigt, wie verschieden sie trotz ihrer Unzertrennlichkeit im Grunde sind.</p>
<p>Will Halloway ist blond, für sein Alter vergleichsweise vernünftig und vorsichtig. Eine reine Seele. Auf die Seele von Jim Nightshade dagegen fielen schon sehr früh dunkle Schatten; sein Vater ist bereits tot, und er hat an ihn keine Erinnerung; seine Mutter hatte neben diesem Verlust weitere schwere Schicksalsschläge zu ertragen. Jim ist dunkelhaarig, hat Katzenaugen und auch sonst einiges von einer Katze. Er ist unruhig, wild und auch dann noch neugierig, wenn das Geheimnisvolle höchstwahrscheinlich etwas Böses ist.</p>
<p>Eine wichtige Rolle spielt außerdem Wills Vater, der als Hausmeister in der Stadtbibliothek arbeitet. Charles Halloway fühlt sich mit seinen 54 Jahren als alter Mann und ist in seiner Melancholie für Will unerreichbar. Der Gedanke an seinen traurigen, alten Vater macht Will manchmal selber traurig. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum es Will nicht so eilig mit dem Erwachsenwerden hat wie sein Freund Jim. Am Ende der Geschichte werden sich Jim und sein Vater so nah sein, wie es beide zu Beginn nicht für möglich gehalten hätten.</p>
<p>Das Böse, gegen das die beiden Jungen und der Mann in der Gechichte kämpfen müssen, kommt in Gestalt eines Jahrmarkts, der eines Nachts auf einer Wiese vor der Stadt seine Zelte aufschlägt. Schon die Umstände des Eintreffens sind höchst mysteriös: Der Jahrmarkt kommt ungewöhnlich spät im Jahr, und er kommt nachts mit dem Zug. Will und Jim werden von den unheimlichen Geräuschen geweckt und beobachten das seltsame Treiben. Besonders mit dem Karussell scheint etwas nicht zu stimmen. Angestachelt vor allem durch Jims Neugier finden die Jungen heraus, dass das Karussell das Gesetz der gleichmäßig verrinnenden Zeit zu überwinden vermag: jede Runde auf diesem Karussell macht den Mitfahrenden ein Jahr älter oder jünger, je nachdem, ob es sich vorwärts oder rückwärts dreht. Jim ist von dieser Möglichkeit fasziniert, Will dagegen weiß instinktiv, dass hier etwas Böses lauert. Die Inkarnation des Bösen ist der am ganzen Körper tätowierte Zirkusdirektor Mr. Dark. Und das Böse schläft nicht. Das Herumschnüffeln der beiden Jungen bleibt nicht unbemerkt, was wiederum von <em>ihnen</em> nicht unbemerkt bleibt. Aber in dieser Geschichte wird am Ende alles gut!</p>
<h3>Zum Titel</h3>
<p>Der Originaltitel »Something Wicked this Way Comes« ist ein Zitat aus Shakespeares Tragödie »Macbeth«. Nachdem Macbeth König Duncan ermordet und zwecks Vertuschung dieses ersten Mordes weitere Schuld auf sich geladen hat, wird er von Geistern heimgesucht. Weil ihn von nun an düstere Vorahnungen quälen, begibt er sich zur Höhle der drei Hexen, von denen eine unmittelbar vor seinem Kommen sagt:</p>
<blockquote><p><em>By the pricking of my thumbs,<br />
<strong>Something wicked this way comes.</strong><br />
</em>[knocking]<em><br />
Open, locks, whoever knocks!</em></p></blockquote>
<p>Im Englischen ist diese Zeile zu einem geflügelten Wort für die Erwartung von etwas Bösem geworden.</p>
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		<title>Die Affenpfote</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 06:03:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schauerliches]]></category>
		<category><![CDATA[Wunsch]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>William Wymark Jacobs</strong> ♦ Schaurige Variante des Märchenmotivs der drei Wünsche: Gnadenlos führt das Korrigieren des eigenen Schicksals zum Verhängnis. <a href="http://www.habenichtse.de/gothic-fiction/die-affenpfote/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurzgeschichte von William Wymark Jacobs<br />
Originaltitel <em>The Monkey&#8217;s Paw</em><br />
Erstveröffentlichung 1902</p>
<p>»Die Affenpfote« ist eine schaurige Variante des Motivs der drei Wünsche, die einer Person mittels Zauberkraft erfüllt werden. Gnadenlos führt das Korrigieren des eigenen Schicksals zum Verhängnis, das im Text nur dürftig skizziert wird und sich im Kopf des Lesers zu Schreckensbildern formt.</p>
<p><strong>Inhalt</strong></p>
<p>Der alte Mr. White lebt mit seiner Frau und seinem erwachsenen Sohn in der abgelegenen »Villa Laburnam«, irgendwo auf dem englischen Land. In einer nasskalten, stürmischen Nacht erhält die kleine Familie Besuch von einem Jugendfreund des alten Herrn. »Sergeant-Major Morris«, wie er vom Vater vorgestellt wird, hat sich jahrzehntelang als Soldat in fernen Gegenden herumgetrieben und berichtet nun in Altherrenmanier von gefährlichen Abenteuern und kühnen Taten. Das bleibt auf Mr. White nicht ohne Eindruck:</p>
<blockquote><p><em>»Ich möchte auch ganz gern mal nach Indien«, sagte der alte Mann. »Bloß um mich mal umzusehen, wißt ihr.«<br />
»Bleiben Sie lieber, wo Sie sind«, sagte der Sergeant-Major und schüttelte den Kopf.</em></p></blockquote>
<p>Besonders die mumifizierte Affenpfote, die Morris als eine Art Talisman bei sich trägt, hat es Mr. White angetan. Er lässt nicht locker, bis ihm Morris erzählt, was es damit auf sich hat. Angeblich hat ihr ein alter Fakir Zauberkraft verliehen:</p>
<blockquote><p><em>»Er war ein sehr heiliger Mann. Er wollte zeigen, dass nur das Schicksal das Leben des Menschen regiere und dass jene, die es korrigieren wollten, dies nur zu ihrem eigenen Schaden täten.«</em></p></blockquote>
<p>Die Affenpfote verhilft ihrem jeweiligen Besitzer zur Erfüllung dreier Wünsche. Auf die Frage, ob ihm selbst seine drei Wünsche erfüllt wurden, antwortet Morris kurz angebunden mit »Ja«, und auch, was er von Vorbesitzern der Affenpfote zu berichten hat, lässt vermuten, dass der Fakir ein weiser Mann war. Einem Impuls folgend, wirft Morris die Pfote ins Feuer, doch der alte White zieht sie schnell heraus. Nach längerem Bitten überlässt ihm Morris den verhängnisvollen Talisman. Aber was soll er sich eigentlich wünschen?</p>
<blockquote><p><em>»Mir scheint, ich habe alles, was ich brauche.«</em></p></blockquote>
<p>Schließlich folgt er dem Vorschlag seines Sohnes Herbert und wünscht sich zweihundert Pfund, um die Hypothek für sein Haus zu bezahlen. Es geschehen zwei merkwürdige Dinge: Die Affenpfote, die der alte White während des Wünschens fest in der Hand hielt, schien sich wie eine Schlange zu bewegen. Und den jungen White starrt aus dem verlöschenden Kaminfeuer ein abscheuliches Affengesicht an. Sonst geschieht erst einmal nichts &#8212; vor allem lassen die gewünschten zweihundert Pfund auf sich warten.</p>
<p>Am nächsten Tag sieht Mrs. White einen Fremden mehrmals unentschlossen vor ihrer Tür auf- und abgehen. Schließlich klopft er an. Er bringt der Mutter die Nachricht, dass ihr Sohn Herbert bei der Arbeit von einer Maschine erfasst wurde</p>
<blockquote><p><em>»Schwer verletzt«, sagte er leise, »aber er hat keine Schmerzen.«</em></p></blockquote>
<p>Die Firma Maw und Meggins lehnt zwar jede Verantwortung für Herberts Tod ab, überreicht aber den entsetzen Eltern eine gewisse Summe zum Ausgleich. Zweihundert Pfund.</p>
<p>Die Eltern begraben ihren Sohn, die ereignislosen Tage vergehen. Nach einiger Zeit hat die gebrochene alte Frau in einer schlaflosen Nacht eine Eingebung: Ihr Mann möge sich wünschen, dass Herbert wieder lebendig wird &#8212; denn es sind doch schließlich <em>drei</em> Wünsche?! Der Mann sträubt sich. Immerhin wurde Herbert von einer Maschine zerfetzt. In Anbetracht der unheilvollen Macht der Affenpfote graut ihm vor der Erfüllung des Wunsches seiner Frau. Doch die Frau setzt sich durch, und bald klopft es an der Tür. Der Mann beschwört die Frau, den Riegel nicht zu lösen. Zu spät. Verzweifelt wünscht er seinen letzten Wunsch, der unausgesprochen bleibt.</p>
<blockquote><p><em>Die Laterne, die auf der anderen Seite flackerte, beschien eine stille und verlassene Straße.</em></p></blockquote>
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		<title>Picknick am Wegesrand</title>
		<link>http://www.habenichtse.de/marchen/picknick-am-wegesrand/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 06:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Moderne Phantastik]]></category>
		<category><![CDATA[Märchenhaftes]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Apokalypse]]></category>
		<category><![CDATA[Wunsch]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Arkadi und Boris Strugazki</strong> ♦ Außerirdische haben die Erde besucht. Jahre später ist immer noch unklar, was sie wollten, doch in den besuchten "Zonen" ist ein normales Leben nicht mehr möglich. <a href="http://www.habenichtse.de/marchen/picknick-am-wegesrand/"> lesen ...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Roman von <a href="http://www.habenichtse.de/biografie/arkadi-und-boris-strugazki/" target="_self">Arkadi und Boris Strugazki<br />
</a> Originaltitel »Piknik na Obočine«, Erstveröffentlichung 1972<br />
erste deutsche Übersetzung 1976</p>
<p>Auf Motiven von »Picknick am Wegesrand« beruht der Film Stalker (1979, Regie: Andrei Tarkowski). Der Film weicht in vielerlei Hinsicht vom Roman ab, doch stammt das Drehbuch ebenfalls von den Brüdern Strugazki.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>In sechs eng umgrenzten Gebieten der Erde hat es vor einigen Jahren Besuche von Außerirdischen gegeben. Was dabei genau passierte, wer die Außerirdischen waren und warum sie sich so schnell und ohne Kontaktaufnahme wieder zurückgezogen haben &#8212; all dies wird in »Picknick am Wegesrand« nicht thematisiert. Vielmehr geht es darum, wie sich die Menschen im Umfeld eines der betroffenen Gebiete &#8212; »die Zone« genannt &#8212; mit der neuen Situation arrangieren. Charakteristisch für den Roman ist der Kontrast zwischen der Unerhörtheit der Ereignisse und der Vertrautheit der Handlungsmuster, nach denen die Menschen in der Nachbarschaft der »Zone« ihr Leben »nach dem Besuch« gestalten.</p>
<p>Die Zone, ein Teil der nordamerikanischen Stadt Harmont, ist durch den Besuch unbewohnbar geworden und wird vom Militär streng abgeriegelt. Die fremden Invasoren haben unzählige tödliche Fallen hinterlassen, deren Gefährlichkeit auf dem Außerkraftsetzen physikalischer Gesetze beruht. Wissenschaftler versprechen sich von hinterlassenen Gegenständen Aufschluss über das Wesen der Außerirdischen sowie über deren Motive. Unter militärischer Bewachung werden solche »Artefakte« aus der Zone herausgeholt (anfangs von Menschen, später wegen des hohen Risikos von Robotern) und in einem eigens hierfür errichteten Institut wissenschaftlich untersucht. Mit den Jahren, über die sich die Handlung erstreckt, mutet die anfangs völlig rational erscheinende wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Besuch immer mehr wie ein Ritual an. Die Frage, welche Absicht die Besucher verfolgt haben könnten, wird mehr und mehr aufgegeben. Anstatt nach einem Sinn zu fragen, findet man sich damit ab, dass der Besuch etwas Beiläufiges, gar Banales gewesen sein könnte: die Fremden haben kurz auf der Erde Rast gemacht, die Menschen wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen, und sind, ihren gefährlichen Unrat zurücklassend aber ohne böse Absicht, wieder verschwunden. So wie Spaziergänger ein kurzes Picknick am Wegesrand abhalten, ohne die kleinen Wesen wahrzunehmen, deren Welt sie dadurch stören.</p>
<p>Das vorher unbedeutende Provinznest Harmont hat durch den Besuch eine Aufwertung erfahren, die in Anbetracht der verheerenden Folgen für die ursprüngliche Bevölkerung makaber erscheint (angesichts realer Katastrophen allerdings auch recht glaubhaft). Neben Militärs und Wissenschaftlern haben sich Abenteurer, Glücksritter und Geschäftemacher im bewohnbaren Teil der Stadt niedergelassen. Denn die Artefakte aus der Zone sind nicht nur Gegenstand wissenschaftlichen Interesses, sondern auch begehrte Sammlerobjekte, für die sich mit der Zeit ein wirtschaftlich bedeutender Schwarzmarkt entwickelt hat. Und diese Entwicklung erscheint absolut folgerichtig: »der Besuch« markiert den Beginn einer neuen Zeitrechnung, nach wenigen Jahren des Versuchs einer rationalen Erklärung beginnt die Mythenbildung, und die dazugehörigen Reliquien sind die von den Außerirdischen hinterlassenen Artefakte.</p>
<p>Eine wichtige Säule des florienden Schwarzmarkts sind Männer, die verwegen genug sind, die begehrten Artefakte aus der Zone herauszuholen. Als Lohn winkt sehr viel Geld, der Einsatz ist allerdings das eigene Leben. Die besten Chancen haben die Erfahrensten, und deshalb ist es nur logisch, dass unter den illegalen »Schatzgräbern« nicht wenige sind, die die Zone in den ersten Jahren nach dem Besuch offiziell in wissenschaftlicher Mission betreten durften. Einer dieser erfahrenen Schatzgräber ist Roderic Schuchart, aus dessen Perspektive die Geschichte größtenteils erzählt wird. Auch ihn lockt das Geld, doch erst nach und nach wird klar, dass es etwas viel Bedeutenderes gibt, was ihn dazu bringt, in der Zone sein Leben zu riskieren: die sagenumwobene goldene Kugel, die angeblich alle Wünsche erfüllen kann. In einem letzten, dramatischen Gang in die Zone gelingt es Schuchart tatsächlich, die goldene Kugel zu erreichen &#8212; nur um zu erkennen, dass er unfähig zur Äußerung seiner ureigensten Wünsche ist.</p>
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